Fahrrad weg, Trauer groß

Es gibt so viel Schlechtes auf der Welt, worüber ich jetzt schreiben könnte – aber die Tatsache, dass mir über das Pfingstwochenende mein Fahrrad geklaut wurde, hat mich so niedergeschlagen, dass ich keine Lust zum Bloggen hatte. Mein schöner treuer Drahtesel, mein Packpferd, mein stolzes Ross! Mein wunderbares, gar nicht dermaßen teures, aber ungemein zweckmäßiges Rad, das so gut fuhr! Für immer weg.

Ich habe die ganze Gegend abgesucht, in der Hoffnung, dass jemand nur einen grausamen Scherz trieb, vielleicht die Reifen zerstach oder die Lampe demolierte und es irgendwo an der nächsten Ecke liegen ließ – das habe ich auch schon erlebt – aber nein. Es ist weg und kommt nicht wieder. Ja, ich weiß, es könnte einen viel schlimmer treffen, aber für jemanden, dessen Hauptverkehrsmittel nun einmal das Rad ist, ist das einfach ganz schlimm. Und die Zeit, die man investieren muss, um Ersatz zu finden!

Inzwischen habe ich beim Gebrauchthändler ein anderes Rad gefunden, natürlich fährt das nicht so gut, und es ist auch nicht schön, aber was soll’s. Und doch, einen anderen Sattel und – ganz wichtig – einen stabilen Korb hat es schon bekommen. Natürlich habe ich mir auch wieder ein unglaublich teures Fahrradschloss gekauft, in der Hoffnung, dass dieses noch stabiler sein möge als das, welches mir mitsamt Fahrrad geklaut wurde – natürlich hatte ich das Rad mit einem massiven Schloss an einem massiven Stahlgeländer angeschlossen.

Ach, ich es so leid, für andere meine Fahrräder aufzupolieren. Aber was soll ich machen? Ich fahre nun mal am liebsten Rad.



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