Fack ju Göhte

Erstellt am 26. November 2013 von Ziemlichbestefilmkritiken
26. November 2013  |   Verfasst von Michael

Sie haben es schon wieder getan. Karoline Herfurth und Elyas M’Barek sind wieder gemeinsam vor die Kamera gestanden und haben erneut eine Komödie gedreht, die das deutsche Publikum zum Lachen bringen soll. Ich war mit 7 Freunden/Freundinnen im Kino und habe mich einer Komödie, die nur so nach Türkisch für Anfänger schreit, hingegeben. Wie der Film war und wie sich Karoline Herfurth und Elyas M’Barek geschlagen haben, erfahrt ihr wie immer im Fazit.

Inhalt:

Aushilfslehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) ist eigentlich gar kein Lehrer und ist nur Aufgrund eines Diebstahls an der “verdammten” Schule gelandet. Eigentlich war er auf der Suche nach seiner Beute, welche auf dem Schulgelände vergraben wurde. Dumm nur, dass damals noch keine Turnhalle an dieser Stelle stand. Um also an sein Diebesgut zu kommen, muss sich Zeki etwas einfallen lassen: Wie praktisch, dass gerade ein Aushilfslehrer gesucht wird und er diesen Job auch noch bekommt!! Ob Paintball-Pädagogik oder das Ignorieren seiner Schüler, Zeki hat alles drauf, was so gar nicht zu einem Lehrer passt. Da trifft es sich doch gut, dass er sich um die Problemklasse in der Oberstufe kümmern soll. Doch Zeki gibt nicht klein bei und macht den Nervensägen Beine. Aber nicht nur die Schüler machen Zeki zu schaffen, sondern auch die Referendarin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth), die ihm nicht nur gut gemeinte Pädagogikratschläge gibt, sondern auch sein Gefühlsleben durcheinander bringt.

Fazit:

Es ist ja nicht so, dass ich immer alleine ins Kino gehe, aber selten gibt es so einen Auflauf wie bei Fack ju Göhte. Zu Acht (!!!) sind wir ins Kino und haben uns in einer Schlange angestellt, die länger nicht hätte sein können. Ok, ich geb es zu, zwei Mädels, die dabei waren (hier ein Gruß an die Zwei), haben sich geopfert und haben sich in der Reihe angestellt. Doch als wir dann die Karten hatten wartete die nächste Überraschung auf uns, oder zumindest auf mich. Der Kino Saal war brechend voll. Aber gestört hat es mich beim Schauen des Films zum Glück nicht, vielmehr war die Stimmung im Saal so gelöst, das ich im Nachhinein doch froh über die vielen Besucher war. Mir war nur vor dem Film nicht ganz klar, dass die Deutschen auf die Kombo Herfurth und M’Barek so dermaßen abfahren. Doch Platz 1 in den deutschen Kino-Charts zeigt, dass mit den Beiden immer zu rechnen ist. Inzwischen sind vermutlich die Tribute von Panem an den beiden vorbei gezogen, doch mit Fack ju Göhte haben sie es nach Türkisch für Anfänger erneut bis ganz nach oben in den deutschen Kino-Charts geschafft. Doch ist der Zuspruch der Zuschauer wirklich berechtigt oder alles nur Hype?

Ich freue mich, endlich mal wieder eine deutsche Komödie für beinahe sehr gut erklären zu können. Fack ju Göhte hat nämlich so ziemlich alles, was eine gute Komödie braucht und trifft mit dem Thema genau den Geschmack der deutschen Kinogänger. Auch mir haben die Szenen, die Witze, aber auch die nachdenklichen Momente gefallen. Andererseits ist der Film nicht nur auf Komödie aus, vielmehr sieht man, dass das Lehrerdasein selten einfach, oft aber herausfordernd und anstrengend zu sein scheint. Außerdem bin ich von Karoline Herfurth und M’Barek wirklich positiv überrascht, denn es zeigt sich, dass nicht nur die Zwei, sondern auch ihre Rollen und ihr Auftreten gereift sind. Die 29-Jährige Herfurth überzeugt nicht nur im kürzlich auf DVD erschienen Hollywood-Streifen Passion, sondern eben auch an der Seite von Elyas M’Barek in Fack ju Göhte. M’Barek sehen wir übrigens dieses Jahr noch an der Seite von Sir Ben Kingsley in Der Medicus, worauf man mit Sicherheit gespannt sein darf.

Da mir der Kino-Abend mit Fack ju Göhte so gut gefallen hat, werde ich mich heute mal ein wenig mit der negativen Kritik zurück halten, denn das wäre aus meiner Sicht unangebracht. Der Grund liegt auf der Hand: Der Film will weder belehren, noch will er die Zuschauer zu besseren Menschen machen. Vielmehr will er einfach nur unterhalten und das hat er sehr gut gemacht.

Michaels Wertung zu Fuck ju Göhte:


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