FACES: Eine Einführung in den Wahnsinn

Von Mondpoet @Mondpoet

Roman Reischl

FACES!!!

Tagebuch eines Anderen

Liebes Tagebuch,

du hast es von nun ab mit mir zu tun. Aber keine Sorge, es wird nicht langweilig werden, dazu habe ich zu viel zu sagen. Jedenfalls mehr, als sich manch einer erträumen mag. Nein, es geht nicht unbedingt nur um mein Leben, es geht um die Menschen an sich. Die Zusammenhänge, das ganze Drumherum und warum ein junger Mann überhaupt Probleme mit der Psyche bekommen kann. Dass sich das dermaßen ausweitet, habe ich zwar befürchtet, aber ehrlich gesagt bin ich gar nicht einmal so unglücklich darüber, dass gewisse „Gesichter“ in deinen Zeilen begutachtet und beschrieben werden. Es gehört eben zu unserer Zeit, dass solche Dinge passieren. Interessanterweise schreibe ich sehr gerne in dich hinein, denn du lässt etwas zu, das meine Freunde, Familie und vor allem die Frauen in meinem Leben nicht taten. Naja, vielleicht hatten sie einfach keine Zeit oder Lust, zuzuhören. Warum auch. Sind wir im Kreislauf nicht eh nur eine Nummer? Gewiss, ein Menschenleben ist auf dem Planeten nichts besonderes. Besonders ist jedoch, wenn sich jemand die Mühe macht, Gewisses aufzuschreiben und festzuhalten.

Wie der Name schon sagt, liebes Büchlein, es gibt da ein paar Gesichter, meine eigenen, es sind mehrere und die der anderen. Mit all diesen Kreaturen hast du es jetzt zu tun. Knallhart.

Es geht in erster Linie auch nicht um die Schuld der „Anderen“, denn die sind sowieso gestraft genug. Bei Gott, wie viele belanglose Leute ich da angehen müsste, das ist müßig und findet höchstens eine kleine Bemerkung am Rande. Im Grunde genommen tun mir einige Zeitgenossen in meiner Heimatstadt ordentlich leid. Diese Einträge in dein Buch werden bunt sein, voller Lebensfreude und Zuversicht, wenn auch gebaut auf einem mehr als holprigen Weg bis ins Jetzt und Hier. Warum ich gerade dich für dieses Projekt ausgewählt habe? Ganz einfach, weil du mir so einzigartig entgegengestrahlt hast in diesem kleinen Laden um die Ecke, der neben meinem Lieblingstabak auch Gummibärchen für die Kleinen auch edle Ledergeldbörsen und Glückslose verkauft. Ich mag dieses Geschäft, denn es hat sogar an Feiertagen geöffnet und ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Das Feierabend Bierchen aus der Kühltruhe rundet die ganze Sache natürlich noch ab. Wohl bekomm´ s!“

Ich habe manchen Menschen unrecht getan. Vielen aber auch nicht. Ich bin mittlerweile Autor und biographisch! Vielleicht auch autobiograntig… Ich starte gerade ein neues Buchprojekt über das Leben und möchte die WordPress-User an der Einleitung teilhaben lassen. Ja, mehr als 400 Buchseiten mit Geschichten aus Leben geplant, natürlich in zwei Teilen, wie sollte es auch anders sein. Ich werde offenbaren, aufzeigen, andeuten und beschreiben…wie es halt so verlaufen ist. Verbesserungsvorschläge sind nicht mehr möglich, denn die ganze Sache ist schon passiert ;-)

Ich hoffe, ich kann neugierig machen auf einen Jugendroman : FACES (keine Sorge, ein Jugendroman und ein Psychothriller haben viel gemeinsam, jedenfalls bei mir.)

Einigen Menschen möchte ich schon im Vorhinein blogtechnisch danken, auch wenn sie es gar nicht lesen werden:

Barbara ausm Allgäu, Andi Ramsauer, Sabrina ausm Chiemgau ganz besonders (hat mir im Wesentlichen die Augen geöffnet, ohne dass sie es weiß), den Gebrüdern Tichone, der Radiofabrik Salzburg für ungeahnte Möglichkeiten, den Marzoller Schuhplattlern für ihr Verständnis, als ich Limo bevorzugte statt der Pepsi, meinem Papa, dem coolsten Menschen, den die Alpen je gesehen haben, meiner Mama (nach wie vor Fels in der Brandung und wichtigster Mensch in meinem Leben), meinen Cousins Tatjana und Miguel und allen unverheirateten Frauen, möglichst ohne Kinder, die sich vorstellen können, mit einem Freak zusammen zu sein, der nur Schreiben, eine Hotelrezeption und den Thumsee bzw. das Schwarzbacher Freibad im Kopf hat. Dankesehr für die umfangreiche Überbrückung der Problematik mit den ganzen Schwachgeistern um uns herum, die ein iPhone als Status haben und die ganze geile Scheisse in der Welt nicht kennen, vor allem den Umgang mit Kindern, Flüchtlingen, sozial Schwachen, Behinderten oder anderen Teilnehmern des Weltkarussells. Ihr seid assozial und keine Sau wird sich dafür interessieren, wenn ihr im Altenheim versauert! Ja, mein nächstes Buch wird es in sich haben, und das ist auch gut so. Genau das wollen die Leute nämlich lesen, wie scheisse manche Gottesgeschöpfe sind. An die Religioten auch noch einen Seitenhieb: Es gibt keinen Gott! Macht das beste daraus! Ja…es stimmt. Wie? Er hat einen Plan. Ja… ich auch. FACES!

Einleitung

Es begann damit, dass die Achtziger Jahre eine wunderschöne Epoche waren. Ein Jahrzehnt des Pop und Heavy Metal mit noch echten Telefonen, verkabelt und ohne Internet, ohne Laktose Intoleranz und Medienhype um jeden Pups eines Sternchens. München war noch „echter“ und man machte noch Urlaub in Jugoslawien unter Tito. Mein Opa war noch nicht einmal in Rente und der Commodore 64 blühte auf mit Soccer Spielen, die mehr als zwanzig Minuten laden mussten. Dafür beherbergte eine Diskette aber dann auch gleich mehrere Spiele. Nach den Hausaufgaben ging man gewiss noch raus zu den Freunden, die schon warteten, bevor man sich ein Stündchen vor den Brotkastenbildschirm setzen durfte.

Darum, und genau deshalb möchte ich diese Welt beschreiben, zunächst als Kind, dann als heranwachsender Jugendlicher und schließlich als Erwachsener, der zurückblickt auf eine Zeit, die nicht nur ihn geprägt hat. Ein Übergang von der Mittelklasse in ein Zeitalter der Medien und des Multimedia. Es ist so viel besser geworden, doch auch etwas hat sich zum Negativen entwickelt. Paare heiraten nicht mehr, um für immer miteinander verbunden zu sein. Taten sie das auch jemals…und überhaupt: War früher wirklich alles besser? Mit Sicherheit nicht, es war eben anders.

Anders bin auch ich, darum geht es hier in erster Linie. Anders mach nicht nur außergewöhnlich, sondern in erster Linie unbeliebt. Doch sehen sie selbst:

Mein Name ist Jonas Palmer und ich erzähle Ihnen eine Geschichte. Sie kann sehr lange ausfallen, aber Sie werden es gewiss nicht bereuen, dass ich Sie an gewisse Stellen auf der Welt mitnehme, die nicht jeder gesehen oder erfahren hat. Eines sei gewiss. Sie sollten Humor haben und das Ganze nicht so eng sehen. Vielleicht kann Sie diese Story auch fesseln wie keine andere, wer weiß? Jedenfalls habe ich mit meinen 37 Jahren schon so viel erlebt, dass ich ein Buch darüber schreiben könnte. Achja, das tue ich ja gerade. Keine Sorge, weder in den Dorfgeschichten im oberbayerischen Exil noch in den darauf folgenden Anekdoten geht es nur um mich. Es geht um die Watschengesichter, die ganz Schlauen, die Erhabenen, die Besseren und an ein paar so genannte Freunde, die bis heute nicht geschnallt haben, dass ich weder arrogant noch voreingenommen bin. Man kann eigene Probleme nicht auf mich projezieren, denn einige dieser Blindschleichen hier an Bord im Saukaff Bad Leichenhall denken wirklich, dass sie die Weisheit des Lebens gebucht haben, obwohl ihr erbärmliches Leben am Tellerrand des Schweinebratens aufhört. Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht. Schon gar keine Flüchtlinge, Menschen, die wirklich Hilfe brauchen oder irgendetwas, das anders ist als die Sturköpfigkeit dieser gottverdammten, geistigen Tiefflieger hierzulande.

Sie sehen schon, ich nehme mir kein Blatt vor den Mund. Schon gleich deswegen, dass dieses Tagebuch veröffentlicht wird und die Betroffenen Schwachköpfe ganz genau wissen, wer gemeint ist.

Viele werden vielleicht bereuen, FACES in die Hand genommen zu haben. Die meisten jedoch werden aufhorchen und merken, dass es richtig ist so. Denn alles beginnt irgendwann auf einem kleinen Dorf und endet in der großen Stadt. Man findet Gehör, auch wenn man nach Ansicht seiner Mitmenschen einen Dachschaden hat. Das größte Problem der Menscheit ist die Religion und die dazugehörige Gesellschaft, Wer auch nur ein bisschen von beidem abweicht, ist nicht mehr konform. Zu meinem Glück. Aber bevor ich mich weiter in meinem Büchlein auskotze, sollten einige Gegebenheiten in Form von Geschichten an den Mann gebracht werden. Viel Vergnügen auf dem Dorf, in der Kleinstadt, in der Landesmetropole und später in den ferneren Zielen der Suche von Jonas Palmer nach dem „Echten“. Ich, ja ich, Jonas kenne es bereits und möchte Sie daran teilhaben lassen.