Facebook – abstimmen und Facebook zur Änderung der neuen Nutzungsbestimmungen zwingen!

Es EILT - bitte alle mitmachen und einen Kommentar bis Freitag abgeben!

Auf Grund eines eben erfolgten Hinweises (danke Frank!) eines treuen Lesers möchten wir zu nächtlicher Stunde noch einen Aufruf starten:

Soeben wurde in der Sendung Stern TV auf RTL über einen Wiener Jura-Studenten berichtet, der 22 Klagen gegen Facebook wegen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz eingereicht hat – mit Erfolg. Immerhin ermittelte die irische Datenschutzbehörde und der oberste Repräsentant von Facebook Europa kam nach Wien zu einem Gespräch mit dem Studenten.

Ich habe persönlich die Sendung nicht gesehen, kann also hier nur wiedergeben, was mir eben berichtet wurde. Auch handelt es bei der Anleitung zur Abgabe des Kommentars und den Forderungen um den Originaltext der Seite www.our-policy.org.

Der kritischste Punkt ist wohl, dass die neuen Bestimmungen besagen … Facebook sei Inhaber der auf Facebook veröffentlichten Daten und nicht der Profilinhaber – dies käme praktisch einer Enteignung gleich

 

Kopie von der Seite www.our-policy.org :

Wir haben 7 Tage für 7.000 Kommentare!


1. Facebooks “Site Governance” Seite öffnen

>> Link zur “Site Governance”-Seite*
   (Die Kommentarbox ist ganz am Ende der Seite!)

   2. Folgenden Kommentar zur Änderung abgeben:

“Ich widerspreche den Änderungen und will über die Forderungen auf www.our-policy.org abstimmen” 

   3. Teile unsere Seite auf Facebook damit wir die 7.000  Kommentare erreichen können!

 

FORDERUNGEN (DEUTSCH)

Wir sprechen uns gegen Facebooks neue Datenschutzrichtlinie aus
und verlangen die folgenden Änderungen:

·* Wir verlangen, dass Facebook erst nach aktiver Zustimmung („Opt-In“) des Nutzers Daten verwendet (z.B. Markierungen) oder neue Funktionen freischaltet (z.B. Anwendungen).
Derzeit aktiviert Facebook neue Optionen ohne einer Information oder Zustimmung der Nutzer. Nutzer sollen aber in der Lage sein informierte Entscheidungen zu fällen.

·* Wie verlangen, dass Facebook eine Liste aller Datenkategorien und der Unterkategorien, die über Nutzer gespeichert werden, veröffentlicht statt nur einige Beispiele zu nennen. Facebook sollte auch den Zweck der Speicherung für jede Kategorie genau erklären.
Es soll für uns Nutzer klar und leicht verständlich sein, was durch Facebook erfasst wird und für welche Zwecke diese Daten gespeichert werden.

·* Wir verlangen, dass Facebook allen Nutzern nach Anfrage innerhalb von 40 Tagen volle Auskunft über die gespeicherten persönlichen Daten, inklusive einer Kopie der Rohdaten gibt.
Jeder Nutzer hat dieses Recht auf Auskunft – wir wollen das Facebook sich daran hält. Das Auskunftsrecht erlaubt es jedem Nutzer genau zu sehen, was ein Unternehmen über ihn speichert. Der neue Vorschlag beschränkt das Auskunftsrecht auf die wenigen Daten die Facebook in seinem „Download Tool“ bereitstellt.

·* Wir verlangen, dass Facebook klarstellt, wer für welchen Teil von Facebook der Verantwortliche („controller“) ist. Wir sind strikt gegen die Änderung, wonach Facebook nun der „Controller“ unserer persönlichen Seiten, Nachrichten und Bilder werden soll.
Bisher ändert Facebook seine Aussage je nach Fall: Wenn ein Problem auftaucht, sind es „unsere Daten“ und „unser Profil“. Wenn es um die Nutzer mehr Kontrolle wollen, ist es plötzlich „deren Profil“, „deren Plattform“ und „deren Daten“.
Nun sagt Facebook, dass sie für alle Profile und persönliche Daten rechtlich verantwortlich sind. Das bedeutet, dass wir alle Rechte an unseren Daten verlieren, sobald sie auf Facebook sind.

·* Wir verlangen, dass Facebook seine Richtlinien klar und verständlich verfasst. Wir widersprechen der Verwendung von vagen Formulierungen wie „beispielsweise“, „wir mögen“ oder „wir können“ anstatt von klaren Aussagen. Diese Formulierungen machen es unmöglich genau zu wissen was unsere Zustimmung umfasst.

·* Wir verlangen, dass Facebook klar sagt oder auflistet, was sie mit unseren Daten tun.
Derzeit ist der Satz, der generell sagt was Facebook mit unseren Daten tut, folgender: „Wir verwenden die Informationen welche wir von dir erhalten im Zusammenhang mit dem Service und Funktionen die wir dir anbieten“

·* Wir verlangen, dass Facebook den Abschnitt über „Cookies“ neu überarbeitet. Facebook soll klar sagen, welche Cookies es verwendet (z.B. HTTP- oder Flash-Cookies), welchen Inhalt diese Cookies haben und für welchen Zweck diese verarbeitet werden.
Die derzeitige Formulierungen sagen wenig aus: „Wir verwenden Technologien wie Cookies (…) um eine Reihe von Produkten und Services anzubieten und zu verstehen“.

·* Wir verlangen, dass Facebook alle Daten löscht, die von den Nutzern „gelöscht“ oder „entfernt“ wurden.
Letztes Jahr mussten wir feststellen, dass Facebook „gelöschte“ Daten weiter speicherte. Es scheint, dass diese Daten weiter existieren. Änderungen gab es nur bei neuen Löschungsprozessen.

·* Wir verlangen, dass Facebook „löschen“ als Standardoption verwendet. Wir sind gegen die Umbenennung der „Entfernen“-Option in „Verstecken“ da dies unklar ist und nicht im Interesse des Nutzers.
Nachdem wir aufgezeigt haben, dass „gelöschte“ Daten weiter gespeichert wurden, hat Facebook die Option einfach in „verstecken“ umbenannt.

·* Wir verlangen, dass Facebook Möglichkeiten bietet, um mehr als nur einzelne Objekt zu löschen. Man sollte gewisse Kategorien und Daten, die älter als ein gewisses Datum sind, ganz löschen können.
Damit können Nutzer effektiv allen „Datenmüll“ loswerden.

·* Wir verlangen, dass Facebook spezifisch erklärt, wie und wann es alte Daten löscht. Nutzer sollen leicht herausfinden können, wie lange gewisse Daten aufbewahrt werden.
Derzeit sagt Facebook lapidar, dass die Daten „so lange wie nötig“ aufbewahrt werden.

·* Wir verlangen, dass Facebook alle unsere Daten löscht, wenn wir unser Konto auf Facebook dauerhaft löschen.
Facebook will zukünftig auch Daten von ehemaligen Nutzern weiter verarbeiten.

·* Wir verlangen, dass Facebook eine ausdrückliche Zustimmung bei Änderungen der Datenschutzrichtlinie einholt.
Derzeit gibt es nur eine Statusmeldung auf der „Site Governance Page“ von Facebook.

·* Wir verlangen, dass „Anwendungen“ die Nutzerdaten nur nach dessen Zustimmung auslesen können.
Derzeit kann jeder Freund erlauben, dass die Anwendung alle unsere Daten ausliest die er selbst sehen kann.

·* Wir verlangen, dass Facebook ernsthafte Maßnahmen ergreift damit externe „Anwendungen“ sich an die Datenschutzpflichten halten.
Derzeit stellt Facebook nicht mal sicher, dass alle Anwendungen eine Datenschutzrichtlinie haben; von den andern Pflichten ist gar nicht zu sprechen.

·* Wir verlangen, dass Facebook die Änderung zurücknimmt, nach welcher die Nutzer verantwortlich sind, Daten durch Anwendungen oder anderen Dritten löschen zu lassen.
Derzeit sind Anwendungen verpflichtet diese Daten zu löschen, sobald ein Nutzer die Anwendung deinstalliert hat. Nun soll der Nutzer bei jeder Anwendung einzeln darum bitten müssen die Daten zu löschen.

·* Wir verlangen, dass Facebook die Nutzung unserer Daten für Werbung und andere Zwecke auf gewisse Datenkategorien einschränkt.
Derzeit kann Facebook alle unsere Daten nutzen (z.B. private Nachrichten, sexuelle Vorlieben, Interaktionen mit Freunden oder was andere über uns auf Facebook teilen).

·* Wir verlangen, dass Facebook die Änderung zurücknimmt, wonach schon das „Ansehen“ einer Werbung analysiert werden darf und nicht nur die Interaktion mit einer Werbung.

·* Wir verlangen, dass Facebook die Änderung zurücknimmt, wonach die Einstellung „Zeige meine sozialen Aktionen in Zusammenhang mit Werbung“ nur noch eingeschränktwirksam sein soll.
Bisher konnte man diese Funktion ausschalten, die neue Richtlinie limitiert den Anwendungsbereich dieser Einstellung.

·* Wir verlangen, dass Facebook offenlegt, welche Daten genutzt werden, um unsere persönlichen Interessen herauszufinden.
Derzeit ist es unklar, wie Facebook unsere Interessen für zielgerichtet Werbung herausfindet, wenn wir die Interessen nicht direkt angeben.

·* Wir verlangen, dass Facebook unsere privaten Nachrichten nur für die reine Übertragung verarbeitet.
Derzeit kann Facebook persönliche Nachrichten genauso verwende wie öffentliche Statusmeldungen.

·* Wir verlangen, dass Facebook aufhört Nutzer über „Social Plug-Ins“ (z.B. „Like Button“) auf externen Webseiten verfolgt. Die Daten sollen nur gespeichert werden, wenn man mit dem „Social Plug-In“ interagiert.
Derzeit speichert Facebook jeden Nutzerbesuch einer Seite mit einem Plug-In, egal ob man drauf klickt.

·* Wir verlangen, dass Facebook sicherstellt, dass Informationen auf Seiten Dritter nicht nachträglich „öffentlicher“ gemacht werden als beim Posten.
Derzeit können andere Nutzer die Einstellungen nachträglich ändern, sodass „private“ Daten ohne deiner Zustimmung „öffentlich“ werden.

·* Wir verlangen, dass Facebook eine klare Zusage macht, dass es seine Pflichten als „(Auftrags-)Verarbeiter“ unserer Daten einhält.
Derzeit sagt Facebook nichts zu seinen Pflichten, wenn es unsere Daten hostet. Facebook sagt sogar, dass es nicht für die Sicherheit unserer Daten garantierte.

   (Hinweis: Wir haben versucht eine genaue Übersetzung zu machen, falls trotzdem Unterschiede zwischen den Sprachversionen bestehen, gilt die englische Version)

 Ende des Originaltextes von www.our-policy.org

 


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