Europawahl fordert auch in Frankreich erste Opfer!

Die UMP, die vereinte Volksbewegung Sarkozys, die nie eine Partei sein wollte und die den Bereich Mitte-Rechts des politischen Spektrums in Frankreich abdeckte, wurde bei der Europawahl zurecht gestutzt und mit 20,77% und dem Verlust eines Drittels ihrer Sitze hinter der Rechten FN auf den zweiten Platz verwiesen.

Damit ist die UMP in ihrer Existenzgrundlage getroffen und somit akut gefährdet. Die lautete bisher vereinfacht, dass die FN pfui, nicht wählbar  und somit nicht regierungsfähig sei. Die kleinen rechten Schweinereien wurden im Parlament von der UMP exekutiert.

Dies hat der Wähler nun geändert. Wenn die rechte Klientel der UMP nun gleich zum Original, zur noch rechteren FN weiter wandert, dann fehlt es der UMP auf vorhersehbare Zeit an jeder möglichen Regierungsmehrheit. Dies dürfte auch in Sarkozys Zukunftsplänen eine Rolle spielen, denn sollte er zu den Wahlen 2017 erneut antreten wollen, dann müsste er seine Wähler von der FN zurück gewinnen, was einen Wahlkampf, deutlich Rechts der Mitte erwarten ließe?

Dazu kam der mediale Paukenschlag des Privatiers Sarkozy, der sich kurz vor der Europawahl – offensichtlich mit der UMP-Führung  nicht abgestimmt – ausgiebig in Zeitungs-Interviews äußerte. Wenn man das Ergebnis betrachtet, hat es der UMP bei der Wahl nicht geholfen. Es könnte allerdings auch sein, dass Sarkozys Ziel das Abräumen der gegenwärtigen UMP-Führung war und das scheint ihm gelungen zu sein.

Wie praktisch immer im Dunstkreis von Sarkozy gibt es aber auch eine Affäre, diesmal mit dem Namen “Bygmalion”, einer Kommunikationsagentur die während Sarkozys Wahlkampf falsche Rechnungen an die UMP ausgestellt haben soll.

UMP-Präsident Jean-François Copé spürt offenbar “die Einschläge näher kommen” und hat für Oktober einen außerordentlichen Kongress einberufen, auf dem er nicht mehr für die Parteiführung kandidieren wolle.

AKTUALISIERUNG: UMP-Präsident Jean-François Copé  wird bereits zum 15. Juni zurück treten. Sein Amt soll bis Oktober von einer Gruppe gemeinschaftlich ausgeübt werden.

Während Jean-François Copé bisher behauptete nichts von dieser “Affäre Bygmalion” zu wissen, hat sein “rechter Arm” Jérôme Lavrilleux, der damals stellvertretender Direktor der präsidialen Wahlkampagne Sarkozys war, die Existenz eines betrügerischen Systems mittels der Agentur Bygmalion eingeräumt, deren Gründer Bastien Millot seit 15 Jahren ein Getreuer von… (erraten!) Jean-François Copé  ist.

Mit Copés Rücktritt wird offenbar unmittelbar gerechnet? Der Kongress im Oktober soll von NKM, der unterlegenen Bürgermeister-Kandidatin von Paris Nathalie Kosciusko-Morizet, geplant und durchgeführt werden. Mögliche Nachfolger laufen sich mit Alain Juppé, Christian Jacob, Jean-Pierre Raffarin, Claude Goasguen und Anderen bereits warm, während sie noch Copé scheinheilig zum Durchhalten bis Oktober auffordern..


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