Es war eine bewusste Täuschung

Die aufgeregte Diskussion um das Plagiat der Doktorarbeit von Bundesminister zu Guttenberg erhitzt zur Zeit die Gemüter in Deutschland.
Ladies & Gentlemen,
Angenommen, ich würde einen Artikel aus einer Zeitung wörtlich abschreiben und diesen anschließend unter meinem Namen publizieren. Nehmen wir weiters an, ich würde nicht nur einen einzigen Artikel, sondern fast alle Beiträge und Kommentare aus dem Internet zusammengoogeln und dann hier an dieser Stelle den Namen „Peter Broell“ als Autor drunterschreiben: Ich würde mich des Plagiats schuldig machen. Und ich würde mich selbstverständlich bis auf die Knochen schämen, wenn ich - statt eigenes Gedankengut anzubieten - Ideenklau betreiben würde.
Dem deutschen Verteidigungsminister zu Guttenberg wurde nachgewiesen, dass er zahlreiche Seiten seiner Doktorarbeit wörtlich abgeschrieben hat. Teilweise kopierte er die Texte sogar einschließlich der Rechtschreibfehler von anderen Autoren und fügte anschließend diese Textbausteine nach dem Baukastensystem zu einer Dissertation zusammen. Auf diese Weise bastelte er sich zeitsparend seine „wissenschaftliche“ Doktorarbeit, wohlwissend, dass er sich eines beispiellos dreisten Plagiats schuldig machte. Denn Schlamperei oder Zufall kann es nicht gewesen sein. Laut FAZ vom 22. Februar soll der Bundesminister inzwischen auf sage und schreibe 270 von 393 Seiten von anderen Autoren abgeschrieben haben. Dass sogar die Einleitung zu seiner Doktorarbeit nicht aus seiner Feder stammt, ist fast nicht zu glauben. Aber es ist wahr. Es handelt sich hier seitens des Herrn zu Guttenberg um eine dummdreiste Vorgehensweise, die der Wissenschaft Hohn spricht.
In jedem Fall gilt es zu verhindern, dass Diebe geistigen Eigentums leichtes Spiel haben - und zwar vor allem im Interesse derjenigen, die wissenschaftliche Arbeiten ernst nehmen.
Herr zu Guttenberg hat gestern die Notbremse gezogen. Seinen zuunrecht erworbenen Doktortitel will er nun nicht nur „ruhen“ lassen, - wie er tags zuvor angekündigt hatte - sondern nun dauerhaft ablegen. Guttenberg sagte gestern im Rahmen einer CDU-Veranstaltung in Kelkheim im Taunus, er stehe „zu dem Blödsinn, den ich da geschrieben habe.“
Ohne Zweifel war es nicht nur großer Blödsinn, sondern eine echte Betrügerei.
Bisher hatte ich eine positive Meinung von diesem Mann. Doch ein Verteidigungsminister hat Vorbildfunktion und trägt in hohem Maße (auch charakterliche) Verantwortung gegenüber seinen vielen untergebenen jungen Menschen. - Herr Karl-Theodor zu Guttenberg treten Sie von Ihrem Ministeramt zurück! --- Peter Broell

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