Es lassen kosten: der nahe und der ferne Osten

Es lassen kosten: der nahe und der ferne OstenBetrachtet man Kantinenessen als Strafe, sind wir heute knapp an der Folter vorbeigeschrammt. Wenn ich nur wüsste, wofür wir büßen - vermutlich für mangelndes Interesse an der Ausbildung von Systemgastronomen. Schuldig im Sinne der Anklage!
Tagestiefpunkt war unbestreitbar das Ćevapčići: böse Zungen sprechen von einer auf den Teller verlagerten humanen Katastrophe. Die Röllchen schmeckten nach Altbeständen groß-jugoslawischer Fleischkolchosen, während den Reis noch Mao selbst gepflanzt haben muss. Alles in allem also recht muffig. Dazu kommt der optische Charme eines Katzenklos, den wir vor allem dem Hackfleisch verdanken, das hart wie Hasenköttel und zäh wie Ziegenbock war und sich wider aller physikalischen Gesetze auf dem Haufen glitschigen Tomatenreises halten konnte.
Leider fand ich auch in den Beilagen keinen Trost, begegnete ich doch tatsächlich der Schweinskopfsülze von gestern wieder, inzwischen mehr Sülze als Fleisch. Apropos Fleisch: beim heutigen Obstsortiment konnten sich Vegetarier ihrer Sache nicht allzu sicher sein. Letztendlich sorgte lediglich die Suppe für Abwechslung, wenn auch nur, weil ich sie halb verschüttete. So konnte ich plötzlich auf dem Boden der trüben Brühe die wenigen kümmerlichen Reiskörner und steinharten Erbsen zählen. Mao hätte sich gefreut.

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