Erst das Fressen, dann die Moral

Wir haben ein Problem. Mit unserem Essen. Einige mehr, andere weniger, aber es ist da.

Letztens tauchte es, quasi wie aus dem Nebel, auf in Form einer Sendung über die Firma Wiesenhof. Wer, wie auch ich, Putenfleisch kauft, kennt sicher das Unternehmen. In der besagten Doku, die ich nicht gesehene habe, geht es um Tierhaltung die nicht immer so ist wie gewünscht. Und schon sind wir mitten im Thema.

Kleiner Faktencheck: Menschen unterteilen sich in Vegetarier und Fleischfresser. Letztere sind Kunden der Fleischverarbeitungsindustrie und unterteilen sich wiederum in 2 Kategorien: bewusste und unbewusste Käufer. Bewusste wollen wissen was sie wo kaufen, unbewusste legen hingegen keinen so großen Wert auf den Ursprung ihrer Nahrung.

Dazu kommt noch die Werbung ins Spiel. Die möchte uns immer das Gefühl geben, wir essen gute Produkte, die lecker schmecken, und natürlich gesund sind. Ich zeige nicht mit den Finget auf die Werbeindustrie und sage “Buuuh” aber sie macht einen perfekten Job. Sie hilft uns auszublenden was wir nicht wahrhaben wollen. Tod, Blut, Leid.

Hinter vollen Fleischregalen stehen Tiere, die nur gezüchtet werden für ein einziges Ziel: uns satt zu machen Tag für Tag, 365 x im Jahr. Ob sie dabei Gefühle haben, Emotionen, egal, solange sie mit Pommes auf meinem Teller liegen. Dazu setzen wir noch einen drauf: den Preis. Je kleiner desto besser.

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