Erpressung: Millionen Photobucket-Fotos sind weg

Erpressung: Millionen Photobucket-Fotos sind wegAm letzten Wochenende verschwanden ganz plötzlich Millionen Fotos von eBay, Amazon und vielen anderen Internetseiten. Statt der Fotos wurde überall nur noch eine Grafik mit einem Hinweis ähnlich der Erpresser-Nachricht eines Erpressungstrojaners eingeblendet: „Please update your account to enable 3rd party hosting (Bitte stufen Sie ihren Account hoch, damit ihre Fotos auch auf externen Seiten angezeigt werden)“.

Trojanerfreie Erpressung der Kunden

Diese Nachricht hat der Bilderdienst Photobucket verursacht. Der hat nämlich quasi über Nacht ein neues, schweineteures Bezahlmodell eingeführt, bei dem die Nutzer von Photobucket knapp 400 US-Dollar im Jahr dafür bezahlen sollen, damit ihre Fotos (wieder) auf den Seiten Dritter zu sehen sind. Davon sind neben Onlineshops vor allem zahlreiche Foren und Blogs betroffen.

Wer mit Erschrecken feststellt, daß seine bei Photobucket gehosteten Fotos, egal ob bei Facebook oder (ganz besonders geschäftsschädlich) auf dem eigenen Onlineshop ohne klare Vorwarnung durch die Erpressernachricht des Foto-Hosters ersetzt wurden, dürfte erst einmal Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Fotos dort irgendwie wieder angezeigt zu bekommen.

Nur versteckte Hinweise auf die kommende Beutelschneiderei

In der vorletzten Woche wies das Unternehmen (nur recht unauffällig) auf die kommenden Änderungen hin. Man möge sich Zeit nehmen, um die neuen Bedingungen  durchzulesen, empfahl ein kurzer Blog-Eintrag.

Erpressung: Millionen Photobucket-Fotos sind wegAber offenbar hatten die meisten Photobucket-Kunden keine Zeit für die lange Lektüre der umfangreichen „Terms of Use“. Eine Zusammenfassung der Änderungen gab es dabei nicht.

Also mussten die Kunden selbst den Abschnitt „Types of Accounts, Pricing and Limits“ entdecken, wo steht, dass „3rd party image hosting“ jetzt erst im „Plus 500 Plan“ enthalten ist – und der kostet unverschämte 399,99 US-Dollar pro Jahr!

Kaum Zahler, aber eine Kündigungswelle ohnegleichen

Allerdings dürfte ein Hoster, der seine eigenen Kunden so perfide erpresst, die Früchte seines verwerflichen Tuns wohl nur in besonders schwer betroffenen Ausnahmefällen ernten können.

Kaum Abos, aber eine Welle von Kündigungen und ein massiver Shitstorm sind das Ergebnis dieses marketingtechnischen groben Unfugs. Und umsonst gibt es noch die schlechteste Presse, die man sich nur vorstellen kann, dazu: Von „Erpressung“ oder dem „letzten Nagel im Sarg von Photobucket“ liest man überall im Netz.

Der letzte Nagel im Sarg von Photobucket

Die meisten Photobucket-Nutzer traf die Policy-Änderung völlig unerwartet – entsprechend groß war ihr Frust. Von Erpressung ist auch in den Kommentaren auf der Photobucket-Facebook-Seite die Rede. „Dies ist der letzte Nagel im Sarg von Photobucket“, schreibt ein enttäuschter Benutzer. Viele andere sind sich einig, dass die Änderung völlig inakzeptabel sei.


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