Ergonomisch denken, Teil 2: Kaffeetrinken im Stehen

Von Gertrud

Das notwendige Lebenselixier, das benötigte Aufputschmittel, fast schon die legale Droge für manche überarbeiteten Büroangestellten, das alles ist Kaffee, egal ob gezuckert und mit Sahne oder schwarz wie Teer. Wer möchte da nicht am liebsten eine große Kanne nur für sich am Arbeitsplatz haben, um das Gebräu die ganze Zeit mit einem Schlauch im Mund aufzusaugen?

Kaffee trinken im Stehen ist gesünder

Klingt wohl verlockend, ist aber potenziell ungesund, da es bessere Alternativen des Kaffeetrinkens ausschließt. Den Kaffee in der Küche zu trinken, am besten noch im Stehen, hat indirekte Vorteile, sowohl für die Ergonomie als auch für die Leistungsfähigkeit:

Ergonomisch Kaffee trinken – Flickr stevehager

Das Kaffeetrinken im Stehen ist ratsam, weil es so eine weitere Gelegenheit (oder einen weiteren Vorwand, wenn man so will) gibt, um mal aufzustehen und sich ein bisschen in den Räumlichkeiten die Beine zu vertreten. Das aktiviert die Muskeln und den ganzen Körper, und in der Summe mit zahlreichen anderen kleinen Gelegenheiten zum Aufstehen kann man auch etwas Gewicht dabei verlieren – was wiederum die Wirbelsäule entlastet. So trägt Kaffeetrinken im Stehen zur Gesundheit bei – obwohl man genauso gut auch Himbeersaft im Stehen trinken könnte, die Effekte des Aufstehens und Hingehens sind dieselben.

Auch wird die Konzentration durch die stehende Tätigkeit verbessert, da das Aufstehen die Durchblutung anregt. Das führt wiederum zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung des Gehirns, was jedem Arbeitnehmer zusammen mit dem Koffein einen besseren Kick für die bevorstehende Arbeit geben wird, also den Kaffee im Sitzen am eigenen Platz einzunehmen.

Weitere Beiträge aus der Serie “Ergonomisch denken”:

Teil 4: Alles in Griffweite

Teil 3: Höhenverstellbare Schreibtische

Teil 1: Büroeinrichtung