Erfolg im Europarat

Der Europarat lehnt nach kontroverser Debatte ein allgemeines Recht auf Abtreibung, künstliche Befruchtung und Sterbehilfe ab.

Straßburg – „Kein Arzt oder Krankenhaus, die eine Abtreibung oder Sterbehilfe ablehnen, sollen dafür zur Verantwortung gezogen werden“, hieß es in einer Entschließung, die die parlamentarische Versammlung am Donnerstag in Straßburg mehrheitlich verabschiedete.

Die britische Sozialistin und Berichterstatterin Christine McCafferty nannte das Votum eine „Schande“ für den Europarat, es stehe im Widerspruch zu den Rechten von Frauen. Sie bedauerte, dass ihr Bericht in sein Gegenteil verkehrt worden sei. Sie hatte darin gefordert, dass alle Frauen, die dies wünschten, auch Zugang zu einer Abtreibung haben dürften. Besonders Frauen mit geringem Einkommen und in ländlichen Gebieten hätten Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden, der bereit sei, eine Schwangerschaft abzubrechen.

Stattdessen haben die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern das Recht von Ärzten bekräftigt, aus Gewissensgründen bestimmte Behandlungen abzulehnen. Im Vorfeld der Debatte haben zahlreiche kirchliche und andere Vereinigungen für den Schutz des Lebens plädiert und gegen diesen Bericht protestiert. (APA/dpa)

In http://schreibfreiheit.eu/2010/09/17/europarats-ausschuss-will-arztliche-gewissensfreiheit-einschranken/
habe ich am 17.9. eine von vielen Initiativen gestartet, sich an die Abgeordneten zu wenden und gegen die geplante, uneingeschränkte Ausweitung der Abtreibung und Sterbehilfe zu protestieren.
Danke, dass sich so viele daran beteiligt haben. Man sieht, dass es sinnvoll ist, sich gegen unchristliche Vorhaben zu wehren.
Bringen wir auch in Zukunft den Mut dazu auf! Es lohnt sich!
Dr. Manfred Zethofer


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