Erdbebengefährdete neue AKWs in der Türkei - empfielt sich so ein EU-Kandidat?

Von Burkhard
Die Türkei wiegelt die Katastrophe von Fukushima völlig ab: 

quelle: spiegel.de


Am Freitag nach dem Tsunami strahlte der türkische Energieminister Yildiz in die Kamera: "Die japanischen AKWs haben den Test bestanden". Als am Samstag gerade die Hülle des ersten Reaktoblocks explodierte, nannte er das noch eine unsaubere Info-Kampagne. Und als am Montag die Zeitungen von der drohenden Kernschmelze in Fukushima berichteten, war sich Yildiz ganz sicher: neu gebaute AKW wie die für die Türkei geplanten "können gar nicht schlecht sein". Dass die Baufirmen für die geplanten türkischen AKW ausgerechnet Tepco und Toshiba sind, die Fukushima gebaut haben, verschieg er wohlweislich. 
Richtig bedrohlich wird diese AKW-Gläubigkeit der türkischen Regierung angesichts der Erdbebengefährdetheit des ganzen Landes. Gerade vor 12 Jahren erlebte die Türkei ein fürchterliches Erdbeben, wo 17.000 Menschen ums Leben kamen. Und ausgerechnet da, wo die Kontinentalplatten unter der Türkei aneinanderstoßen, Erdbeben also am wahrscheinlichsten sind, sollen die zwei neuen AKW hingestellt werden. Ausschreibungen dafür gabs natürlich nicht, ausreichende Studien über die Gefahren dieser geografischen Positionierung natürlich auch nicht. Türkeis Voll-Einstieg in die AKW-Energie mit den Fukushima-Baufirmen - eine Empfehlung für den EU-Beitritt dieses Landes?
(Referenz: Kai Strittmaier in der SZ, 17.3.11)