Er wollte nicht mehr leben! Was Entmutigung anrichten kann.


Er wollte nicht mehr leben! Was Entmutigung anrichten kann.
Ihr Lieben,
heute Abend möchte ich Euch einen Geschichte von Jo Pestum erzählen, die auf einer wahren Begebenheit beruht:

„Er wollte nicht mehr leben!“

„Als Michael in der elften Klasse auf einen Notendurchschnitt von zweikommadrei absackte, drehte sein Vater durch und seine Mutter weinte lang und heftig.

Seine Eltern strichen die Ferienreise, auf die er sich schon riesig gefreut hatte, und engagierten zwei Nachhilfelehrer, die Michael jeweils in dreiwöchigen Intensivtrainings in Mathematik und Latein von der Note drei auf die Note zwei trimmen sollten.

Michael arbeitete wie verrückt.

Die Mutter unternahm einen Wallfahrt zur Gnadenmutter von Hardenberg.
Der Vater trank noch mehr als sonst, weil er sich vor der Vorstellung fürchtete, dass sein Sohn entgegen aller Planung die Arztpraxis nicht würde übernehmen können, wenn er nicht wieder auf einen Notendurchschnitt von einskommavier käme. Mit zweikommadrei waren die Aussichten für einen Studienplatz trotz bester Beziehungen gleich Null.

Michaels Vater war ein tüchtiger Mediziner, obwohl er in seinem Abiturzeugnis in keinem Hauptfach eine Zwei hatte, von einer Eins gar nicht zu reden.

Er versprach seinem Sohn einen BMW, wenn er es schaffen würde.
Er wollte nicht mehr leben! Was Entmutigung anrichten kann.
Er sagte auch: „Wenn Du es nicht schaffst, wofür habe ich dann eigentlich gelebt?

An Michaels Leben dachte er nicht so sehr. Auch nicht an die Tatsache, dass Michael gar nicht Medizin studieren wollte, sondern Biologie.

Darum verlor Michael sein Leben an einem Donnerstag im September,
denn er schrieb in der ersten Lateinarbeit nach den Ferien eine Dreiminus.

Michael hatte sich für seinen Freitod seinen Lieblingsbaum ausgesucht:
Quercus rubor, im Volksmund Stieleiche.
Er wollte nicht mehr leben! Was Entmutigung anrichten kann.„Dass der Junge uns das angetan hat!“, weinte die Mutter bei der Beerdigung.“

Ihr Lieben,

diese kleine traurige Geschichte enthält zwei sehr deutliche Hinweise darauf,
warum es in der geschilderten Familie zur Katastrophe kommt:
Der Vater sagt zu seinem Sohn:
Wenn Du es nicht schaffst, wofür habe ich dann eigentlich gelebt?
Und die Mutter ist der Ansicht: „Dass der Junge uns das angetan hat!
Die beiden Aussagen verdeutlichen, dass der Vater und die Mutter gar nichts begriffen haben.
Es geht ihnen nicht um das Wohlergehen ihres Kindes,
sondern allein um ihre eigenen Träume und Wünsche.

Unsere Kinder und Enkelkinder sind aber nicht dazu da,
unsere Wünsche und Träume zu erfüllen.
Sie haben ihre eigenen Träume und Wünsche und es ist ihre Aufgabe, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen und ihre eigenen Wünsche und Träume zu erfüllen.

Da sieht ein junger Mensch keinen anderen Ausweg mehr, als in den Tod zu gehen.
Aber statt über seinen Tod zu weinen und darüber nachzudenken, was sie hätten anders machen sollen, schiebt die Mutter die ganze Schuld auf den Jungen, indem sie sagt: „Dass der Junge uns das angetan hat!

Diese kleine Geschichte zeigt wieder aufs Neue,
wie wichtig von klein auf Ermutigung ist.
Kinder und Jugendliche, die entmutigt werden, reagieren zum Glück nicht immer mit einem Selbstmord und doch führt die Entmutigung zu einem „Tod“ mitten im Leben.

Wenn sich entmutigte Kinder und Jugendliche nichts zutrauen, wenn sie sich in ihre eigene Welt zurückziehen und in der Pubertät jedes Gespräch verweigern, wenn sie die sich ihnen bietenden Möglichkeiten und Chancen aus mangelndem Selbstbewusstsein nicht nutzen können, dann ist das nichts anderes als ein „Tod“ mitten im Leben.

Neben dem Lächeln, das nichts kostet, ist die Ermutigung das Zweite, das wir jeden Tag praktizieren sollten. Auch die Ermutigung ist völlig kostenfrei, aber sie macht junge Menschen stark und erfreut auch Erwachsene jeden Alters.

Ich wünsche Euch jeden Tag eine Ermutigung und wünsche Euch nun ein fröhliches Wochenende und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner

Er wollte nicht mehr leben! Was Entmutigung anrichten kann.

Quelle: Karin Heringshausen



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