Entspannung pur im Biohotel Haus AnNatur

Zaghaft glitzert die Morgensonne durch den cremefarbenen Vorhang, eine frische Brise Meeresluft weht durch das offene Fenster, und ist sie auch wieder da… die Stille, die man hören kann. Nach der ersten Nacht im Haus AnNatur wachen wir erholt auf wie nach 2 mal mehr Schlaf. Wie Engel haben wir geschlafen, tief und fest, sanft geträumt. Das mag mit Sicherheit an dem wohltuenden Reizklima der Insel liegen, aber ganz bestimmt auch an diesem Zimmer. Die Möbel sind aus Naturholz, die Matratzen aus Naturlatex und die Bettwäsche aus kba-Baumwolle. Kurz gesagt: hier bleiben chemische Inhaltsstoffe und Synthetik vor der Haustür!

Entspannung pur im Biohotel Haus AnNatur

Annegret Cordes, Kathrin Wilhelm und der Juister Bürgermeister Dr. Tjark Georges (v.l.n.r.)

Nirgends besser könnte ein Biohotel passen als auf Juist. Das hat Gründerin Annegret Cordes sehr wahrscheinlich genauso empfunden, als sie im Oktober 1992 das Haus übernahm und gezielt in eine vegetarisch biologische Vollwertkostpension verwandelte. Das Konzept ging auf: bereits 5 Jahre später wurde das Haus AnNatur mit dem Umweltpreis des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft & Verkehr und der DEHOGA Niedersachsen ausgezeichnet. Wohl verdient, wenn man betrachtet, wie konsequent und leidenschaftlich Annegret Cordes das Thema Bio in der Hotellerie umgesetzt hat, zu einer Zeit in der es lange nicht so etabliert und „normal“ war wie heute. Auf diesen Erfolg aufbauend folgte 2006 die offizielle Zertifizierung als BIOHOTEL und 2009 eine zweite Dependance, das Haus AnNatur Garni gegenüber dem Haupthaus mit insgesamt 4 geräumigen Studios. Frischen Wind bringen Kathrin Wilhelm und ihr Mann Dirk seit ihrer Übernahme im November 2016 mit. Bereits seit 10 Jahren ist Kathrin fester Teil des Teams durch ihre Tätigkeit im angrenzenden „Zauberbrunnen“, dem Wellnessbereich des Biohotels. Bis heute freut sich das familiär geführte Haus über treue Stammgäste, aber auch auf neue Interessierte, die auf der Suche nach Entschleunigung sind, so wie wir.

Entspannung pur im Biohotel Haus AnNatur

Entspannung pur im Biohotel Haus AnNaturBiohotel? Was heißt das eigentlich?

So, wie der Anbau von Obst und Gemüse, die Produktion von Kleidung oder auch die Herstellung von Kosmetik nach biologischen Standards bestimmt, so kann es auch ein Hotel. Von diesem Grundgedanken aus gründete 2001 der Österreicher Ludwig Gruber den Verein der BIO HOTELS und bündelt seitdem unter einem Dach ein ökologisches Leitbild, dem über 90 Betriebe in Europa folgen. Die Qualität der Umsetzung wird regelmäßig durch unabhängige Prüfstellen gesichert, wie ABCERT (der Kontrollstelle für ökologisch erzeugte Lebensmittel in Deutschland) aber auch dem „ehc-Gütesiegel“ (das Nachhaltigkeits- und Umweltzeichen im Tourismus). Für den Gast heißt das konkret, dass er in jedem der BIO HOTELS den gleichen hohen Standard an 100% biologischen Lebensmitteln und Naturkosmetik, aber auch den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen und die umweltbewusste Einrichtung der Zimmer vorfinden wird.

Die Zimmer – Mit Liebe zum Detail

Während unserer kleinen Auszeit auf Juist hatten wir die Möglichkeit gleich zwei unterschiedliche Zimmer der beiden Häuser zu testen: das geräumige Studio „Charlotte“ mit extra Küchenzeile und das Studio Nr. 1 im Haupthaus mit extra Schlaf- und Wohnzimmer. Beide Studios bieten soviel Platz, dass man hier bequem auch mehr als nur ein Wochenende zu zweit verbringen kann (und möchte!). Die Qualität der Einrichtung, aber auch die Liebe zum Detail, findet man in jedem der insgesamt 14 Zimmer wieder. Die Bio-Naturholzmöbel riechen so angenehm dezent nach frischem Holz, dass ich mich dabei ertappe den Kleiderschrank öfter als nötig zu öffnen, um daran zu riechen. Es mag eigenartig klingen, aber dieses „sinnliche“ Erlebnis begleitet mich durch das gesamte Zimmer; sei es, dass ich lieber als sonst barfuß laufe (vielleicht wegen dem Korkparkett?), oder die Kissen der Couch ständig anfassen muss (ist das die kbA-Baumwolle?).

Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Hier können wir entspannen Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Selbst die Kissen sind aus kba Baumwolle Kleine Küche im Studio Charlotte Kleine Küche im Studio Charlotte Viel Licht und frische Luft vom Bett aus (Studio Charlotte) Viel Licht und frische Luft vom Bett aus (Studio Charlotte) Auch im Studio Nr. 1 gibt es frisches Wasser Auch im Studio Nr. 1 gibt es frisches Wasser Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Schlafen wie im Himmel (Studio Nr. 1) Schlafen wie im Himmel (Studio Nr. 1) Ein leichter Windhauch durchs Fenster Ein leichter Windhauch durchs Fenster Es sind diese feinen kleinen Details Es sind diese feinen kleinen Details

Ganz besonders zauberhaft – und so auch nirgendwo anders erlebt – finde ich die kleinen Extras auf den Zimmern. In der Schublade im Schrank verbergen sich ein kleiner Rucksack, Brotdose und Thermoskanne für unterwegs, wie auch eine Wärmflasche, 2 kuschelige Bademäntel und ein großes Strandhandtuch. Alles ein selbstverständlicher Standard des Hauses. Vorbildlich!

Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Kuschelige Bademäntel halten uns warm Kleine Details im Haus AnNatur Kleine Details im Haus AnNatur Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Rucksack und Wärmflasche stehen bereit Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Selbst für die Verpackung unseres Proviants ist gesorgt

Das Essen – Jeden Tag frisch und selbstgemacht

Was für ein Genuss! Und vor allem was für ein Luxus jeden Morgen von einem gedeckten Frühstückstisch und einer Tafel an Bio-Leckereien empfangen zu werden. Mich persönlich entspannt außerdem, dass ich mir als Vegetarierin und Teilzeit-Veganerin keine Gedanken um die Wahl der Lebensmittel machen muss. Ich kann bedenkenlos zugreifen. Das was hier auf den Teller kommt ist 100 % Bio, immer frisch und oft aus dem eigenen Garten. Selbst Nick, der durchaus kritisch ist, was die Kochkunst anderer und die Qualität des Geschmacks angeht, ist so angetan, dass er sich bei Kathrin nach dem Rezept des Sauerampfer-Pestos erkundigt. Ein Highlight sind auf jeden Fall die Frischkäsecremes und Pestos, aber auch die vielen Feinheiten wie Kokosjoghurt, Algen-Wasabi oder Frischkornbrei. Besonders gefreut hat mich der Erfahrungsbericht unserer beiden Tischnachbarinnen, die schilderten, dass sie nach einer Woche Bio-Essen morgens und abends – anders als üblich zu Hause – gar keinen Hunger mehr auf Süßes haben und auch tagsüber gut satt sind. Das zeigt mal wieder: ausprobieren und erleben bringt viel mehr als sich nur theoretisch mit etwas zu beschäftigen!

Der Frühstücksraum & Essbereich Der Frühstücksraum & Essbereich Jeden Morgen so begrüßt werden Jeden Morgen so begrüßt werden Ein Tafel frisch zubereiteter Leckereien Ein Tafel frisch zubereiteter Leckereien Ein bunter Teller Bio! Ein bunter Teller Bio! Mein Highlight: die vielen Dies und Pestos! Mein Highlight: die vielen Dies und Pestos! Frischkornbrei mit Obst... genau meins Frischkornbrei mit Obst… genau meins Eine Creme leckerer als die andere Eine Creme leckerer als die andere Immer etwas anderes: diesmal Wasabi-Algen Immer etwas anderes: diesmal Wasabi-Algen Der Biokäse schmeckt besonders aromatisch Der Biokäse schmeckt besonders aromatisch Tomatensuppe mit Wildkräutern Tomatensuppe mit Wildkräutern Gedünstetes Gemüse und Kartfoffelmuffins Gedünstetes Gemüse und Kartfoffelmuffins Zum Dessert: Tiramisu Zum Dessert: Tiramisu

Der Wellnessbereich – beschwingt in den Tag

Ein besonderes Highlight, das ich erleben durfte, war die die Klangliegen-Massage im Seminar-/ Klangraum bei Kathrin  im Anbau des Hauses. Danach hatte ich Power für zwei! Anfangs noch etwas skeptisch, machte ich es mir „nur“ auf der Holzliege bequem und schloss für die folgenden 40 Minuten die Augen. In der Zeit brachte Kathrin meinen Körper wie ein Musikinstrument förmlich zum Schwingen, durch das Zupfen und Streichen der Harfensaiten unter mir. Später erklärt sie mir, dass diese Form der „Massage“ ausleitend und belebend wirkt, so als hätte man eine Nacht mehr geschlafen. Und ja das stimmt, im Laufe des Tages fällt mir auf, wie klar ich auf einmal bin.

Der Seminarraum im Haus AnNatur Der Seminarraum im Haus AnNatur Ein Angebot: Massage mit Klangschalen Ein Angebot: Massage mit Klangschalen Gemütlich machen auf der Klangliege Gemütlich machen auf der Klangliege Der Körper als Musikinstrument Der Körper als Musikinstrument

Neben dieser klangvollen Entspannungstechnik, bietet der „Zauberbrunnen“ aber noch einiges mehr an Anwendungen. Man kann hier wählen zwischen klassischen Massagen, speziellen Ayurveda-Behandlungen und Körper-Peelings, sich aber genauso kosmetisch verwöhnen lassen, alles mit Naturkosmetikprodukten versteht sich. Was mir hierbei besonders gut gefällt ist, dass man sich die Anwendungen selber und nach Terminabsprache zusammenstellen kann, wie ein ganz persönliches Wellness-Angebot. Für alle, die sich weniger Gedanken machen möchten, bietet das Haus AnNatur allerdings auch fertige Pakete an, wie das „Schweigeseminar“ Zeit für Stille & Achtsamkeit auf Juist oder die Ayurveda Gesundheitswoche. Damit liebäugele ich auch schon…

Ich freu nich auf die Fußreflexzonenmassage! Ich freu nich auf die Fußreflexzonenmassage! Sauna und Bad gibt es auch Sauna und Bad gibt es auch Auch hier verwendet man Naturkosmetik Auch hier verwendet man Naturkosmetik Massage im Zauberbrunnen Massage im Zauberbrunnen

Was bleibt? Was kommt?

Was bleibt sind die vielen, kleinen Details, die das Haus AnNatur so bezaubernd und authentisch sein lassen. „Bio“ heißt hier nämlich auch „bewusst sein“. Im Untergeschoss gibt es zum Beispiel einen offenen Bücherschrank für alle Gäste, so dass man das neu kaufen auch mal sein lassen und hier stöbern kann. In der Teeküche findet man Leckereien für einen Snack zwischendurch oder eine wärmende Tasse Tee am Abend. Wer für den Tag noch mehr mag und nicht auf ein konventionelles Mittagessen angewiesen sein möchte, dem bereitet das Team auch ein Lunchpaket zum Mitnehmen zu. Und wem das noch nicht reicht, der findet so viel mehr an guten Tipps und Infos rund um die Insel in der Infomappe auf dem Zimmer. Hier wird auch verraten wo es gute und gleichzeitig günstige Räder zu mieten gibt.

Auswahl der Teesorten Auswahl der Teesorten Die Teeküche im Keller des Haupthauses Die Teeküche im Keller des Haupthauses Wasser von Lauretana Wasser von Lauretana Wohlfühlen im Biohotel Haus AnNatur Wer kein Buch dabei hat, der leiht sich eins

Was kommt sind all die neuen Ideen, die Kathrin und ihr Mann Dirk mitbringen, wie die erst diese Woche eröffnete Ferienwohnung „Juister Auszeit“ im benachbarten Ortsteil Loog. Neu ist auch, dass das Haus AnNatur über den Winter geöffnet hat und das ganze Jahr über Fasten- und Verwöhnwochen anbietet. Als ganzheitliche Naturkosmetikerin und staatlich geprüfte Masseurin, hat Kathrin außerdem ein ganz besonders „Händchen“ für Menschen und deren Wohlbefinden. Das spürt man alleine daran, wie sie die Gäste im Essbereich an dem Tischen zusammenbringt. Dreimal die Woche bietet sie allen Gästen außerdem ein optionales Entspannungsprogramm an (morgendliche Gehmeditation am Strand, Klangschalen-Meditation und sanfte Wirbelsäulengymnastik im Seminarraum nebenan). Im Seminar-/ Klangraum  finden außerdem auch externere Workshops und Seminare statt z.B. zu den Themen Yoga Qi Gong und Achtsamkeit.

Upcycling Kunst von der Insel Upcycling Kunst von der Insel Kräuter aus dem Biogarten Kräuter aus dem Biogarten Kleine Aufmerksamkeit aus dem Zauberbrunnen Kleine Aufmerksamkeit aus dem Zauberbrunnen Entspannung pur im Biohotel Haus AnNatur Ferienwohnung „Juister Auszeit“ im schönen Ortsteil Loog

Anreise mit der Bahn


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