“Entschuldigen Sie, mein Name ist Vogel!”

 

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Photo:marfis75

15.10.2010 – Von Abu Sakinah und motaha

Gestern, am 14. Oktober 2010 wurde bei Johannes B. Kerner vom Sender SAT1 einmal mehr über den Islam und die angeblich von ihm ausgehende Gefahr diskutiert. Im Gegensatz zu den anderen unzähligen Talkshows und Debatten, die wir bewusst nicht kommentieren, da sie im Ergebnis alle den gleichen Wert haben – nämlich NULL, war die Diskussion bei Kerner bemerkenswert interessant.

Eingeladen waren Pierre Vogel, ehemaliger Profiboxer und der wohl bekannteste islamische Prediger unserer Zeit sowie die türkischstämmige Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Serap Cileli.

Vogel, der für seine Offenheit bekannt ist und nicht gerade zimperlich mit sensiblen islamischen Themen umgeht, gilt bei vielen muslimischen Jugendlichen als Vorbild und Vorreiter in der Verkündung islamischer Lehren in deutscher Sprache. Laut dem Beitrag, der vor der Diskussion ausgestrahlt wurde, lernen sogar Kinder muslimischer Migranten durch Vogel den Islam erst richtig kennen und praktizieren ihn fortan.

Cileli, die als Jugendliche zwangsverheiratet wurde, wollte eigentlich über Gewalt im Namen des Islams aufklären. Doch tatsächlich griff sie Vogel scharf an und warf ihm die "Vergiftung von Jugendlichen" und mangelnde Integrationsbereitschaft vor. Vogel konterte mit "Entschuldigen Sie, mein Name ist Vogel! Ich habe hier überhaupt keine Probleme und die deutsche Sprache beherrsche ich auch."

Eine interessante Begegnung.

Denn tatsächlich ist Pierre Vogel ein Deutscher mit deutschen Wurzeln und Cileli türkischstämmig mit Migrationshintergrund. Laut SAT1 wird die Anzahl von deutschstämmigen Muslimen auf etwa 100.000 geschätzt. Aktuelle Studien belegen eine steigende Tendenz. Hier stellt sich die Frage: Wer soll oder müsste sich eigentlich integrieren?

Nach der Rede vom Bundespräsidenten Wulff gehört auch der Islam offiziell zu Deutschland. Bei weit über 4 Millionen Muslimen in Deutschland sollte dies eigentlich keine Frage sein, sondern selbstverständliche Realität. Es wäre daher wünschenswert und ratsam, dass dies von andersgläubigen Migranten endlich zur Kenntnis genommen wird.

Nicht zuletzt erleichtert diese Akzeptanz ihre Integration in Deutschland und sie beweisen damit schließlich die Anerkennung unseres Grundgesetzes. Solange dies von Migranten wie Frau Cileli nicht verstanden und akzeptiert wird, kann von einer gelungenen Integration leider noch keine Rede sein. Sowohl Frau Cileli als auch andere Migranten ihres Schlages werden sich hier eingestehen müssen, dass sie wohl immer noch mehr totalitäre Strukturen im Gepäck haben, als ihnen dem Anschein nach lieb sein müsste. Und ohne den konsequenten Willen zur persönlichen Weiterentwicklung wird man solche Strukturen auch nicht los. Ein deutscher Pass allein hilft da recht wenig.


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