"Entourage" [USA 2015]


Sich räkeln überall, Sonne, Fleisch, Dekadenz. Doug Ellin spendierte den "Entourage"-Fans einen Abschlussfilm, der sich den klimatischen Bedingungen der gleichnamigen Serie angleicht, zugleich aber jene sommerliche Kühle der letzten Staffeln opfert – und sich in eine sommerliche Zerstreuung katapultiert. An den zuletzt konservativen (Beziehungs-)Werten allerdings, an denen scheint nichts und niemand ernsthaft zu rütteln. "Nett" oder "begehrenswert" ist hier vieles, selbst die hochpreisigen Totalen, der variierte Vorspann, ein nichtssagend übersättigtes Kaleidoskop. Dazwischen sehen wir, beiläufig eingeschoben, Vincent Chases (Adrian Grenier) Anfänge als Mentos-Werbegesicht, strahlend idealisiert. Dieses "Strahlen" überstrahlt auch die, die stets im Schatten ihre berufliche Identität suchten. Dramas (Kevin Dillon) Geschichte vom ewigen Etappenloser zum, eine kathartische Pointe, endlich gesättigten Erfolgszufall wird vollendet. Er bolzt seinen Grammy in die Höhe, "Victory!", endlich angekommen in der Anerkennung. Derweil muss sich Superstar Chase mit weniger ehrenhaften Allüren beschäftigen. Seine erste Regiearbeit "Hyde" provoziert einen restriktiven Finanzier; es geht um Budgetüberschreitungen, um… Frauen. Was sonst? Obschon der Film familiäre Einigkeit ausstrahlt (das "Strahlen" eben), Jungs und Mädels wiederholt zu treffen, die es doch irgendwie wert sind, diskreditiert Ellin "E" (Kevin Connolly) in einigen haarsträubenden Liebesgeplänkeln zum unersättlichen Schwerenöter. Ein Fremdkörper. Und ein bisschen peinlich. "Entourage" rückt "Entourage", immerhin ein Verdienst, gerade: bei Freunden.   
6 | 10

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