Energieeffizienz wird in Europa zu einem stärkeren Trend

Obwohl moderne Haushaltsgroßgeräte immer mehr Zusatzfunktionen bieten, verbrauchen sie nicht mehr Energie. Ganz im Gegenteil – der Energieverbrauch von Waschmaschinen, Kühlschränken und Co geht laut Daten von GfK Retail and Technology in Europa seit einigen Jahren kontinuierlich zurück. Besonders wirksam zeigen sich dabei staatliche Förderprogramme.

Rund die Hälfte des Stroms in deutschen Haushalten verbrauchen Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke oder Geschirrspüler (Quelle: Bundeswirtschaftsministerium). In anderen europäischen Ländern könnte dieser Anteil noch höher liegen, da deutsche Konsumenten im Vergleich die energieeffizientesten Geräte kaufen. Dies zeigt eine GfK-Analyse von Handelsdaten aus 23 europäischen Ländern für das Jahr 2010. Der durchschnittliche Energieverbrauch der verkauften Waschmaschinen, Geschirspüler, Kühl- und Gefriergeräte liegt demnach in Deutschland mit 215 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und Gerät 13 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt mit 246 Kilowattstunden. Im 5-Jahres-Vergleich ist der Durchschnittsverbrauch in Europa um 7 Prozent zurückgegangen. Das ist eine durchaus bemerkenswerte Entwicklung, da die Nachfrage nach größeren Geräten oder einer verbesserten Ausstattung wie beispielsweise NoFrost-Technologie bei Kühlgeräten zugenommen hat.

Die größten Fortschritte in Fragen der Energieeffizienz wurden in den vergangenen fünf Jahren in Spanien erzielt, wo seit 2006 Förderprogramme die Verbraucher dazu animieren, neue, stromsparende Produkte zu kaufen und gleichzeitig die alten Geräte entsorgen zu lassen. Aktuell liegt der Energieverbrauch der verkauften Neugeräte in Spanien 18 Prozent niedriger als noch im Jahr 2005. Ebenfalls dank staatlicher Zuschüsse in den Jahren 2009 und 2010 für Kühl- und Gefriergeräte sowie Waschmaschinen und Trockner wurde in Österreich eine Energieeinsparung von 12 Prozent erreicht. In Italien führten Subventionen zu 11 Prozent weniger Energieverbrauch bei Neugeräten zwischen 2005 und 2010.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Zukunft? Eine Prognose von GfK Retail and Technology kommt für Deutschland im Jahr 2020 zu dem Ergebnis, dass der Energieverbrauch bei Elektrogroßgeräten nochmals deutlich sinken wird. Dabei wird von einem Marktwachstum pro Jahr von rund 0,5 Prozent, also einem kumulierten Plus von 5 Prozent bei den verkauften Stückzahlen, sowie der Annahme ausgegangen, dass Geräte sobald sie zehn Jahre alt sind, ersetzt werden. Unter dem Strich wird es demzufolge zu einer Energieeinsparung von insgesamt 10 Prozent kommen. Für den Zeitraum zwischen dem Jahr 2000 und 2020 würde dies sogar ein Viertel weniger Strombedarf für Elektrogroßgeräte in Deutschland bedeuten.

Zur Studie

Das ECO Reporting ist eine Marktanalyse von GfK Retail and Technology. Dabei werden im Rahmen des Handelspanels kontinuierlich Daten zum angegebenen Stromverbrauch von Produkten aus der Unterhaltungselektronik und dem Bereich der Haushaltsgroßgeräte erhoben und monatliche Berichte erstellt. Die Auswertung analysiert, welche Unterschiede hinsichtlich der Energieeffizienz zwischen den Gerätetypen, einzelnen Modellen und Herstellern bestehen. Für die aktuelle Untersuchung wurden Daten von 2005 bis 2010 aus den Länder Belgien, Bulgarien, Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slovenien, Slovakei, Spanien, der Tschechischen Republik sowie Ungarn herangezogen. Auf der Weltleitkonferenz für Energieeffizienz bei Hausgeräten und Licht, EEDAL 2011, vom 24. bis zum 26. Mai in Kopenhagen werden GfK-Experten die Entwicklungen bei Haushaltsgroßgeräten, Unterhaltungselektronik und Klimaanlagen detailliert vorstellen.


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