Energieeffizienz bleibt wichtigster Trend der Baubranche

Energieeffizienz, ein bleibender Trend der BaubrancheFür die Mehrheit der Architekten in Deutschland bleibt Energieeffizienz der wichtigste Trend der Baubranche. Im zweiten Jahr hintereinander haben mehr als 50 Prozent der befragten Architekten, laut Vorabergebnissen der Jahresanalyse 2016/2017, der zentralen Branchenstudie zum deutschen Baugeschehen von BauInfoConsult, diesen dominierenden Branchentrend ausgemacht. Effizientes Bauen und Energieeinsparung haben in dieser Umfrage zahlreiche andere aktuelle Themen auf die hinteren Plätze verwiesen.

Befragung von Architekten zu Trends der Baubranche

Im Rahmen der jährlichen Trendstudie des Düsseldorfer Marktforschungsinstitutes wurden 180 Architekten telefonisch nach den wichtigsten aktuellen Entwicklungen gefragt, die aus ihrer Sicht 2016 die deutsche Bauwirtschaft prägen werden. Für 53 Prozent der Architekten steht die Energieeinsparung unangefochten an erster Stelle, wenn es um die diesjährigen Trends geht. Mehr als jeder vierte Planer sieht auch das artverwandte Thema rund um die Verschärfung der energetischen Mindestanforderung durch die Neuregulierung der EnEV Anfang dieses Jahres als wichtigen Bautrend an. Beides – Energieeffizienz und EnEV 2016 – zusammengenommen unterstreicht somit die Dominanz dieses Themas und bestätigt eindrucksvoll die Fortführung des Vorjahrestrends.

Zusätzlich drängelt sich der Bereich des nachhaltigen Bauens in die Phalanx von Energieeinsparung, EnEV 2016 & Co. So glaubt mehr als jeder dritte Planer, dass nachhaltiges Bauen den deutschen Baualltag in 2016 auf Trab halten wird. Die vor ein paar Jahren bestimmenden Trends Barrierefreiheit/Demografie und Fachkräftemangel scheinen hingegen für viele Befragten an Bedeutung zu verlieren:

  • Demografie/Barrierefreiheit: 26 Prozent
  • steigender Fachkräftemangel: 11 Prozent.

Flüchtlinge und Wohnungsmangel nur wenig Folgen für Baukonjunktur

Bemerkenswerterweise erwarten nur wenige Architekten, dass die aktuelle Flüchtlingssituation deutliche Effekte auf die deutsche Baubranche ausüben wird: Die Planer scheinen den ganzen Komplex der Migration nicht als Herausforderung für den heimischen Baubetrieb zu sehen – auch wenn die mediale Überhitzung dieses Themas so etwas nahelegen könnte.

  • steigende Wohnungsbaukonjunktur durch Flüchtlingszunahme: 4 Prozent

Der gewachsene Bedarf an Wohnraum wird auch nur von wenigen als Grund angesehen, die Investitionen im Bausektor zu erhöhen.

  • Schaffung von ausreichend Wohnraum in Ballungsräumen: 13 Prozent
  • Zunahme von Geschoss-/ Mietwohnungsbau: 9 Prozent

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Geringe Erwartung zur Bedeutung von Sicherheit, Komfort und Digitalisierung in der Baubranche

Auch andere Themen spielen noch eine deutlich geringere Rolle. Das erstaunt mich, Bereiche wie Sicherheit und Komfort hätte ich, aufgrund von Diskussionen, höher erwartet in der Bedeutung.

  • Erhöhung von Sicherheit: 16 Prozent
  • Erhöhung von Komfort: 14 Prozent

Die Digitalisierung ist auch noch kaum angekommen am Bau, dennoch schätze ich den erreichten Wert in der Umfrage für die Bedeutung von intelligenter Gebäudetechnik und Smart Home recht hoch ein. Meistens wird der Nutzen dieser Technologien für den Anwender noch als gering eingeschätzt. Ich glaube das wird sich aber noch ändern in den nächsten Jahren.

  • intelligente Gebäudetechnik/ Smart Home: 11 Prozent

Wie ist Eure Einschätzung und Euer Trend der Baubranche?

Was glaubt Ihr, welche drei Entwicklungen werden die deutsche Bau- und Installationsbranche in 2016 am stärksten bestimmen? Schreibt Eure Einschätzung in die Kommentare. Ich bin gespannt wie sehr sie abweichen von der Umfrage.


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