Energie!

Energie!Von Mark Hertsgaard ver­öf­fent­lichte die ZEIT einen inter­es­san­ten Gastartikel. Darin heißt es unter ande­rem, dass der ehe­ma­lige US-Präsident Bill Clinton als ers­ter Spitzenpolitiker der USA laut dar­über nach­ge­dacht hat , dass der Wirbelsturm “Sandy” eine Auswirkung des Klimawandels ist, den die USA auf­grund her­vor­ra­gen­der Lobbyarbeit der Ölin­dus­trie bis­her ver­leug­ne­ten.
Auch der Gouverneur New Yorks, Andrew Cuomo, stellte fest: “Jedes zweite Jahr haben wir inzwi­schen eine Jahrhundertflut. Jeder der glaubt, die Wettermodelle ändern sich gerade nicht dra­ma­tisch, ver­leug­net die Realität.”

Politisch ist der Klimawandel jedoch kein Thema; sowohl Präsident Obama als auch sein Herausforderer Romney ste­hen – so der Autor des Artikel in der ZEIT – unter dem Einfluss der Öl-Giganten. Er hofft, dass die Auswirkungen von “Katrina” und nun “Sandy” eine Bürgerbewegung gegen die Umweltzerstörung erstar­ken las­sen.

In der ZEIT fin­det sich dann tags drauf ein Artikel, in dem es heißt: “Die welt­größ­ten bör­sen­no­tier­ten Ölkon­zerne ExxonMobil und Shell schef­feln wei­ter Milliardengewinne…”

Aber man muss nicht über den gro­ßen Teich schie­len; auch Deutschlands Großkopferten ver­die­nen kräf­tig mit am Ausverkauf der Erde:  “Die Deutsche Bank ist der größte Klimakiller unter den hie­si­gen Kreditinstituten. Sie hat 2005 bis 2011 Finanzdienstleistungen in Höhe von fast 11,5 Milliarden Euro für Kohlebergbau- und Kohlestromunternehmen erbracht.” (TAZ)

Und weil die Energieriesen sich außer Standes sehen, ihr Kabelnetz aus­zu­bauen und es für bes­ser hal­ten, erneu­er­ba­ren Energien den einen oder ande­ren Stein in den Weg zu legen und sich dazu einer höri­gen Regierung bedie­nen soll nun die Bevölkerung dafür zah­len, dass die Energiekonzerne kein Interesse am Kabelausbau haben?

Oder wie ver­stehe ich sonst die Ansage von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, der “not­falls die Gründung einer staat­li­chen Netzbetreibergesellschaft [vor­schlägt], um die Probleme beim Ausbau der Stromnetze zu lösen” (n-tv) Ausbau der Stromnetze auf Kosten der Steuerzahler. Und – wenn der Vorschlag umge­setzt wird – ver­mut­lich Über­gabe der Netze an die Konzerne.

Wie man, wie die US-Philosophin Susan Neiman, da noch der Meinung sein kann “Europa ist nicht neo­li­be­ral regiert” ent­zieht sich mei­ner Kenntnis.

Nic


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