Ende zwanzig oder Anfang dreißig.

Egal wie weit oder wie nah es liegt. Es erreicht dich. Holt dich ein. Versucht etwas mit dir zu machen. Es zeigt dir das wahre Gesicht der Welt in der du lebst. In der du seit Jahren versuchst etwas zu erreichen das du mit dir selbst und deiner Umwelt vereinbaren kannst.

Du versuchst vielleicht einfach deine Ideen und Gedanken in Worte fassen zu können und irgendwie diese an die anderen mitzuteilen ohne vollkommen abgehoben oder verrückt zu wirken.

Vielleicht ziehst du aber einfach ohne genaues Ziel um die Welt und bist verdammt gut darin nicht an die Zukunft zu denken.

Vielleicht hast du aber einen Job gefunden bei dem du dich sicher fühlst, du keine finanziellen Sorgen mehr hast und dich vielleicht auf dem Heimweg einmal zu häufig gefragt hast, wann denn dieser Glücksmoment eintritt von dem alle reden.

Vielleicht hast du die letzten Jahre damit verbracht etwas zu lernen, was dir im Kreise deiner Kollegen zwar sinnvoll erscheint, wenn du aber den Kreis verlässt kann es sein, dass du dich in der Supermarktschlange fragst ob es wirklich richtig ist was du tust.

Es ist das Leben.

Zumindest bis zu dem gewissen Moment in dem man beginnt zu stocken und plötzlich der kleine Kreative, der Rebell, der Freigeist anfängt zu schrumpfen und sich ein anderer Körper bildet.

Ein vernünftiger, abwägender, korrekter, ein Gedanke der nicht fragt sondern antwortet, der nicht sucht sondern vorgibt gefunden zu haben.

Der den alten Gedanken beginnt zu hinterfragen.

Und der Freigeist beginnt sich nicht mehr sicher zu sein. Er ist auf einmal nicht mehr der stabile, bunte Fels in der Brandung der den ständig aufprausenden Wellen der heutigen Zeit die Stirn bietet.

Er will sich fügen und fängt an seine Farbe zu verlieren.

Er beginnt mit dem Strom zu schwimmen.

Beginnt sich langsam auf den Rücken zu drehen und sich treiben zu lassen.

Der Blick geht nach oben und man verliert die Richtung die einen die letzten Jahre angetrieben hat.

Die einen gemacht hat zu dem, wer man heute ist.