Emotionale kapitalistische Intelligenz

Volker Pispers (WP-Fotoredaktion-Hagen)

Volker Pispers weiß:

“Frauen verfügen über eine angeborene emotionale kapitalistische Intelligenz, denn sie kaufen zur Freude der Wirtschaft 20 Paar Schuhe, obwohl sie nur zwei Füße haben.”

Ich füge dem hinzu: Sie sind dabei auch noch lernfähig, denn sie wissen inzwischen, wie man frau mit einem Mann umzugehen hat, wie der zu einem Kauf zu bewegen ist. Erst lotste sie mich ins Stern-Center, weil irgendwelche Dokumente zu verschicken waren. Die Apostille machte sich auf den Weg.

Dann sagte sie beiläufig:

“Bei TK-maxx gibt es Hundetaschen für nur 3,49 Euro.”

Taschen für die Kackbeutel.

Selbst wenn man sich nicht anschickt, diese zu benutzen, hat man doch wenigstens etwas bei, um es vorzuweisen, sollte man ob der Hundekacke von einem Störenfried angesprochen werden. Einmal sei sie nämlich ermahnt wurden und mein Vorschlag in Gestalt einer Versicherung “Unser Hund kackt nie!” klinge – findet sie – nicht sonderlich glaubwürdig.

Jedenfalls begaben wir uns für Asterix zu T-maxx, wo zufällig – Überraschung! – zahlreiche Hosen hingen, sogar kolossal уцененные. Irgendein Schlussverkauf findet statt.

“Hier guckmal, Hose – nur 18,00 Euro!”

Als ob der Preis des Mannes Kriterium ist!? 18,00 Euro bedeutet doch nur, dass die Marge so hoch ist, dass man mit “nur” 18,00 Euro immer noch Gewinn macht.

Sie sah mein Gesicht und änderte die Taktik hin zur Ästhetik.

“Wie gefällt dir die? Oder die? Und guckmal da! Wäre das nicht was?”

Nee. DIE nicht! <übertreib>Baggy Pants</übertreib> an einem fast Sechzigjährigem, dazu vielleicht noch Hoodies?

Es war Zeit, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen.

“Wenn überhaupt – Dann kaufe ich mir eine Levis.”

1973 Meine erste JeansDenn nun überkam mich das Gefühl, welches vor einiger Zeit jene Versicherung vermittelte, deren Name nach Unterarm-Enthaarung klingt.

Das AXA-Gefühl!

Die Sehnsucht nach einer Zeit, bei der man sich keine Sorgen machte. Die – Sonderheit der Plenzdorf-Generation – mit Blue Jeans in Verbindung stand. Und – schwupps! – hatte sie mich dort, wo sie mich haben wollte: In der Umkleidekabine eines Jeansladens.

Wurde immer eifriger.

“Probiere nun die, oder die, die unbedingt auch …”

Plötzlich sah ich mich in die Ecke gedrängt, von acht anzuprobierenden Hosen umzingelt und geriet wütend. Da eilte ihr eine Verkäuferin zu Hilfe. Eine von der Sorte, die ihr Fach und etwas von nervösen Männern versteht.

Mit Hilfe von Intervallschachtelung kamen wir – die Verkäuferin und ich – schließlich zu einem Ergebnis.

“DIE nehm ich!”

Woraufhin die Verkäuferin einen direkt an mein Unterbewusstsein adressierten Satz sagte:

“Wenn sie zwei nehmen, erhalten sie 15,00 Euro geschenkt.”

Gutes Gefühl: Statt einer Hose habe ich nun zwei. UND darüber hinaus auch noch 15,00 Euro, die ich vorher nicht hatte. Wäre vielleicht ein Geschäftsmodell – einkaufen und dabei Geld verdienen.

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* * *

Zu Hause stelle ich fest: Obwohl ich vor Jahren deutlich abnahm und seither das Gewicht halte, bin ich offenbar doch dicker geworden. Obwohl nur 40 Jahre zwischen den Hosen liegen.

Erst dachte ich auch noch ich sei inzwischen kürzer geworden, aber – fiel mir dann ein – die überschüssige Länge schnitt ich seinerzeit ab, um coole Flicken draus zu machen.


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