Elite schreit auf: Die Umverteiler kommen. Reiche sollen mehr für die Gesellschaft zahlen.

Wir sollten unserer Wirtschafts- und Politikelite eine Runde Mitleid spendieren. Die bösen leistungslosen Umverteiler kommen und wollen den sauer verdienten Vermögenswerten an die Substanz. Dabei hat man doch in den letzten Jahrzehnten durch ausdauernde Lobbyarbeit in den politischen Kremien Milliarden von unten nach oben geschafft, gegen Schwerkraft und sozialen Widerstand.

Man etablierte das hire fire Prinzip gemeinsam mit öffentlich geförderten Lohndumping und Skalvenarbeit (Hartz 4 und Arbeitszwang), entsolidarisierte das Sozialversicherungssystem, indem man Private systematisch bevorzugte und Beamte aus der Beitragspflicht weiter aussparte, entregulierte den Finanzmarkt; der nun auf Kosten der Steuerzahler vor den Folgen seiner gierigen Spekulationen und Zinswucherei ausgelöst wird, und verprasste üppige Managergehälter und Bonizahlungen, die das 100 fache oder mehr eines Facharbeitergehaltes ausmachen. Ja, eine Umverteilung gab es. Und sie war und ist nicht gerecht. Sie zerstört den Kitt unserer Gesellschaft. Die Opfer, Arbeitslose, Geringverdiener, Rentner, Studenten aus armen Verhältnissen und Hartz 4 Bezieher werden gegeneinander aufgehetzt. Die gierigen Verbrecher in den Chefetagen und Bankenvorständen werden weder juristisch, noch finanziell zur Verantwortung gezogen.

Jetzt mehren sich die Stimmen, die sagen, dass die Verursacher und Profiteure der Krise endlich an den Kosten partizipieren sollten und dass die Zeit der Umverteilung von unten nach oben vorbei sein müsste. Welch eine Anmaßung! Es konstituieren sich, teilweise im und durch das Internet, eine Gegenöffentlichkeit, die die Wahrheit anstelle von Systempropaganda spricht und die eine Veränderung der Verhältnisse hin zu einer Demokratie konformen  sozial-ökologischen Marktwirtschaft befürworten. Der Spiegel titelt schon: Die Umverteiler kommen! Wie erst jetzt? Sie waren die ganze Zeit schon am Werk; und wurde das mal ausgiebig thematisiert? Nein. Dazu war die Lobby der Bedürftigen und der Opfer der unsozialen radikalen Markt- und Finanzwirtschaft nicht bedeutend genug – und außerdem: welcher mittellose Penner gehört schon zum zahlenden Spiegel Abonenntentum? Hm? Eben! Keine Sau.

Jetzt wird auf die Pauke gehauen. Vorschläge gesammelt und aufbereitet für den geneigten Mainstream – Leser, der auf Leistungsgerechtigkeit und “Sozial ist, was Arbeit schafft” geeicht ist.Und die Sozialromantiker und Kommunisten wurden bereits verordet: die Linke, die SPD, die Grünen – also alle, die mehr soziale Gerechtigkeit anstelle der angeblich besseren und wirtschaftlich vernünftigeren Leistungsgerechtigkeit stehen.

Die Spiegel Vorschläge kann man sich anschauen auf:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/reiche-sollen-mehr-steuern-zahlen-fordern-spd-gruene-linke-a-848060.html

Quo vadis Deutschland?

Grüße von eurem René B. – humanicum

 


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