Eins ist wie keins? Macht ein Kind wirklich keine Arbeit???

Derzeit sind wir für ein paar Tage bei meinen Schwiegereltern zu Besuch. Heute kommen noch andere Verwandte, und wir feiern Omas Geburtstag. Die Kinder können im Garten toben und das Wetter soll mehr als sommerlich werden. Der Opa hat schon die Gartendusche aufgebaut.

Die letzten Wochen waren kräftezehrend. Ich hatte schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt, dass wir einen sehr lauten Nachbarn haben, der so gut wie jede Nacht randaliert. Wir schlafen vielleicht vier Stunden am Stück. Das macht mürbe. Nachdem es diese Woche ausartete und selbst die Polizei nichts ausrichten konnte (die verwarnen nur und nehmen jemanden erst mit, wenn er handgreiflich wird), haben wir kurzerhand bei meinen Schwiegereltern angerufen, ob wir nicht für ein paar Tage vorbeikommen könnten. Der Mini wurde nachts mehrfach wach und weinte bitterlich, wir hingen nur noch in den Seilen. Das musste unterbrochen werden.
Ansonsten hätten wir uns ein Hotelzimmer genommen. Es sind zwar nur noch einige Wochen bis zur Fertigstellung des Hauses, aber wer Schlafmangel kennt, der weiß um die körperlichen Auswirkungen. Also fuhren wir Ende der Woche dorthin. Sie haben uns direkt freundlich aufgenommen. Die Tage waren zwar lang für mich, weil der Mann einen längeren Heimweg hatte und meine Schwiegermutter schon verplant war (was wir auch verstanden), doch die Nächte konnten wir durchschlafen.

Was mich dann zum Grübeln oder auch traurig stimmte, waren die Einwürfe meiner Schwiegermutter, warum ich denn Stress hätte. Ich müsste doch außer der Betreuung des Minis nichts tun, was Stress auslösten könnte und das sei doch auch keine Belastung. Hm, hm, hm. Ich war verletzt und fühlte mich herabgesetzt. Gleichzeitig begann ich, zu grübeln und konnte es bis heute nicht lassen. Hat sie Recht? Jammer ich zu viel? Tatsache ist, dass ich tagsüber Alles alleine stemme. Keine Entlastung durch Kita, Verwandte oder Bekannte. Dazu der nächtliche Schlafentzug durch den Nachbarn, der seit zwei Jahren mehr oder weniger andauert. Ich fühle mich gestresst; derzeit so richtig. Und auch ohne den Nachbarn. Ein Kind zu erziehen, ist nicht kein Ponyhofleben. Es ist die beste Aufgabe seit Jahren, aber auch die Härteste. Stundenlanges auf dem Boden wälzen und NEIN Brüllen, kennt ihr bestimmt auch von euren Lieben :-) Dazu Schübe, Zahnen und Minihormonwallungen. Nicht zu vergessen, Dauerschnupfen und Husten im Winter, Beulen versorgen und in Rekordzeit von Null auf Hundert sprinten, damit der Nachwuchs nicht irgendwo herunter fällt. Den Haushalt, mein Leben, das des Mannes, der Hausbau, Freunde etc. lasse ich mal außen vor.

Auch wenn ich nur das eine Kind habe, keinen Pflegefall in der Familie, Arbeiten gehe oder ein eigenes Gebrechen habe, sind die Tage oft lang und Kräfte zehrend. Ich liebe mein Kind und die Arbeit drum herum, doch ich bin derzeit sehr müde. Der Hausbau, die Krankenhausaufenthalte und der Nachbar krönen das Ganze nur. Dass es demnächst Alles besser wird und wir nur noch ein paar Wochen durchhalten müssen, ist mir bewusst. Doch wenn man in einer festgefahrenen Situation drin steckt, ist das nicht immer leicht, zu akzeptieren. Vielleicht ist es auch nur so ein Schwiegermutter-/tochterding. Das höre ich auch von Freundinnen gelegentlich. Andererseits gibt es auch genügend Außenstehende, die gerne propagieren, dass so ein Kind doch mit dem kleinen Finger zu händeln ist. Ihr kennt das? Bestimmt!

Ich bin einfach sensibel und nehme Stimmungen und Regungen anderer wie ein Schwamm auf. Daneben reflektiere ich sehr stark und neige zum Grübeln. Andere hätten das mit einem Augenzwinkern weggewischt. Das ist nicht meine Stärke. Dafür kann ich wunderbar positive Schwingungen und Veränderungen wahrnehmen, wo andere noch keinen Plan haben. Ich erkenne es sofort, wenn jemand in unserem Umfeld schwanger ist oder heiratet. Ich spüre es, wenn jemand leidet oder große Freude empfindet und kann darauf reagieren, auch wenn derjenige nichts sagt und nur kleine Gesten sendet. Jeder hat Stärken und Schwächen...

Eure Bine


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