Einrichtungsstil Teil 7: Shabby Chic

Von Annkatrin
Author Sandra Date 23. Juni 2014 Comments: Leave a comment

Der Stil Shabby Chic (zu Deutsch etwa: Schäbiger Schick) hat das Zeug dazu, die Gemüter zu spalten: Die einen mögen sich Fotos ansehen und verzaubert vom gemütlich-klassischen Flair sein, die anderen jedoch können den Kitsch darin nicht ausstehen. Shabby Chic ist ein optisch auffälliger Stil, er arbeitet mit Farben, Formen und Mustern. Seine wichtigsten Attribute kann man wohl als nostalgisch und feminin bezeichnen.

Shabby Chic Möbelstück – Flickr AndyRobertsPhotos

Shabby Chic wurde von Rachel Ashwell erfunden, einer Frau, die einen starken Hang zu antiquierten Möbeln hatte, jedoch auch eine Schwäche für kuriose Wohnaccessoires besaß. So entstand ein Stil, der klassische Elemente mit modernen Aspekten betont. Auf die Hervorhebung des Alters der Möbel wird dabei manchmal so viel Wert gelegt, dass man die Gebrauchsspuren wie abgenutzten Lack noch künstlich herbeiführt. Wo in anderen Stilen Möbel möglichst ewig jung bleiben sollen, bevorzugt Shabby Chic die Rustikalität des Alters.

Verrückt und dennoch stilvoll

Wichtig zu beachten sind vor allem die Farbtöne im Shabby Chic Stil: Sie sollen hell, lieblich und feminin wirken. Das bedeutet, dass dunkle Möbel im Raum nichts verloren haben. Zwar sollten die Möbel schon antiquiert sein, aber von der helleren Sorte stammen. Es dominieren die Farben Rosa, Blau, Türkis und Violett, aber immer in einem zarten, matten Ton. So soll dem Auge des Betrachters geschmeichelt werden. Dafür findet man diese Farben aber oft im Raum, auf dem Bettbezug, den Kissen, Tischdecken, Tapeten, Teppichen, Lampenschirmen und Gardinen.

Was Materialien anbelangt, so ist Shabby Chic ausschließlich natürlichen Stoffen zugetan, denn Synthetik würde nur die Klassik im Stil zerstören. Es werden also Bezüge aus Baumwolle, Samt und Seide sowie Möbel aus Holz bevorzugt. Hinzu kommt eine Präsenz von Keramik- und Glasgegenständen, Tassen, Kannen und Vasen, eben ganz so, wie sie in Wohnzimmern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts alltäglich waren.

Ein letzter Punkt bei diesem Stil ist noch die Verliebtheit in Muster. Allen voran Blüten- und Rankenmuster, die die Bett- und Tischdecken, Gardinen, Kissenbezüge und Lampenschirme zieren. Gerne sind auch Mosaiks und Ornamente gesehen, sofern ihre farbliche Abstimmung passend ist. Die Liebe zum Detail reicht tief bei Shabby Chic und betrifft jedes noch so kleine Muster auf jedem noch so kleinen Kissen.

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