Einheitspräsident schlägt Teilung vor

Einheitspräsident schlägt Teilung vorEr ist der aus der Not geborene Präsidentschaftsbewerber der Herzen, ein Mann, der die Nachstellungen der Stasi als "Larve" überlebte und bald als herrlicher Schmetterling der Freiheit durch das Schloß Bellevue zu flattern gedenkt. Vorab hat Joachim Gauck jetzt schon einen Einblick in seine Pläne zur Neuordnung Deutschlands gegeben: Danach hält der rüstige 70-Jährige die Zusammenlegung von Bundesländern für "überfällig". Schon aus ökonomischen Gründen sei eine Fusion von Bundesländern erforderlich, verriet Gauck der einzigen amtlichen deutschen Nachrichtenagentur dpa. Mit Rücksicht auf die Emotionen der Deutschen angesichts der jahrzehntelangen Trennung zwischen Ost und West sei eine neue Teilung in einen Nord- und Südstaat vorstellbar. Ein großer deutscher Lebensmittelverkäufer fahre damit seit Jahren ganz prima. Zugleich ließe sich damit die umstrittene Präsidentenfrage einvernehmlich mit allen herrschenden Parteien lösen: Er selbst werde mit all seiner Erfahrung als Behördenleiter künftig als Präsident im Nordstaat amtieren, Christian Wuff hingegen könne den Südstaat repräsentieren.Wir sprechen zwar verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes.