{eingekocht} - Selbstgemachter Joghurt

Von Ditabarakova @ErziehKreativ

Weißen Joghurt selbst zubereiten



Joghurt selber zu machen, ist eigentlich keine Wissenschaft. Die Zutaten hat man meistens zu Hause und sonst braucht man auch nicht viel - wenn man keine Joghurtmaschine besitzt, reicht auch ein großes Glas und etwas Zeit.

Zutaten, die man braucht


1 l H-Milch (oder Milch, die man selber auf 95° C aufwärmt)
3 EL Obers (ist für die fettarme Variante nicht nötig)
3 EL Joghurt (falls man keine Joghurtbakterien für den Start besitzt) 


Ich habe schon seit langem eine Joghurtmaschine zu Hause. Für den heutigen Beitrag entschied ich mich allerdings für die Glasvariante, um zu zeigen, dass es auch ohne weitere Küchengeräte möglich ist, einen leckeren Joghurt selber herzustellen.

Und so wird's gemacht


Zunächst einmal wird die H-Milch auf 45°C erwärmt. Eine höhere Temperatur könnte die Joghurtbakterien töten. Wer allerdings eine normale Milch verwendet, der sollte sie auf ca. 95°C erwärmen und nachher auf 45°C abkühlen lassen.
Bei der Zubereitung von Joghurt muss man sowie bei letzten Rezept, als wir den Sauerteig selber gemacht haben, auf Sauberkeit achten. Deshalb gieße ich vorher in alle Schüsseln, die ich für die Zubereitung verwende, sowie in das große Joghurtglas kochendes Wasser. Das erwärmt gleichzeitig die Gegenstände und die Milch wird bei der Verarbeitung nicht allzu schnell abkühlen.

Während die Milch auf dem Herd steht, verrühre ich 3 EL Joghurt mit 3 EL Sahne. Ich achte darauf, das die Masse schön sämig wird. Hier helfen mir die Kinder meistens besonders gerne.

Nach und nach gieße ich die exakt 45°C warme Milch in die Schüssel und verühre die Masse gründlich.

Anschließend wird die Flüssigkeit in die vorgewärmten Gläser gefüllt, zugeschraubt und warm gestellt.

Da ich über 1 l Milch verwendet habe bleibt mir genug übrig für Experimente. So kommt der 3/4 l in das große Joghurtglas von A.Vogel und wird anschließend in einer mitgelieferten Styroporbox verstaut, die für anhaltende Wärme sorgt.

1/4 l fülle ich in ein normales Einweckglas.  Ich wickle es in einige (natürlich saubere) Geschirrtücher und stelle es warm. Ich decke das eingewickelte Glas mit einer Decke zu und lege ein Kirschkernkissen dazu. Auch so kann man dafür sorgen, dass die Milch nicht allzuschnell auskühlt.

Nun müssen wir warten. 6-10 Stunden lautet die Empfehlung. Ich habe die besten Erfahrungen mit 9 Stunden gemacht. Entscheide mich aber aus "Forschungsgründen" das kleine Glas bereits nach 6 Stunden in den Kühlschrank zu stellen.
Das große Glas folgt nach weiteren 4 Stunden.
Warten sollte man noch ca. 12 Stunden, bevor man die Gläser aufmacht und natürlich möglichst schnell verbraucht. Direkt nach dem aufmachen der Gläser entnehme ich wieder 3 EL Joghurt für die nächste Ladung.

Das Ergebnis


Das Joghurt aus dem kleinen Glas (auf dem Bild unten die linke Schüssel), das nur 6 Stunden gereift ist, ist dünnflüssiger und hat weniger Säure. Die Konsistenz ist glatt und auch der Geschmack passt. Das Joghurt aus dem großen Glas (auf dem Bild unten die rechte Schüssel) hat länger gereift und entspricht ein wenig mehr unseren Vorlieben. Doch beide Varianten gelingen.

So - heute genießen wir noch den Joghurt mit Früchten und Zimt (einige von uns sogar mit Kakao), das nächste Mal zeige ich Euch, wie man das Joghurt noch weiter verarbeiten kann.

Viel Spaß beim Nachmachen!