Einen Ausflug…

Einen Ausflug……ans Wasser oder besser: die Saale unternahmen wir am letzten Sonntag.

Wir fuhren an einen ehemaligen Zeltplatz … und ich schwelgte in Erinnerungen.

Solang ich mich zurück erinnern kann, machten wir in der Familie jedes Jahr unseren Urlaub am “Schweinebach” (wie dieser – unser Zeltplatz hieß). Wir luden Zelte, Bettmatrazen, Federbetten, Gaskocher, Koffer voller Klamotten und viele andere Sachen in einen geliehenen Multicar und los ging es zum Zelten.

Der ehemalige Zeltplatz liegt in einer sehr schmalen Lichtung, die quer zum Wasser verläuft, am Rand waren die Zeltplätze. Bei schönen Wetter waren wir Kinder den ganzen Tag im Wald, um Reisig und schmale Holzstämme für das abendliche Lagerfeuer zu sammeln. Während die Erwachsenen gemütlich (und lustig) am Feuer zusammen saßen, fingen wir Kinder in der Dämmerung mit Senknetzen Köderfische für den nächsten Angeltag. (In der ankommenden Dunkelheit wurden die Fische in den Senknetzen immer größer :-) )

Wenn ich nicht gerade im Wald herumstromerte oder badete, fuhr ich mit meinem Papa im Paddelboot (manchmal auch ins  ca. 4km entfernte Ziegenrück zum Eis essen), sammelte mit meiner Mama Himbeeren oder angelte – erst unter Aufsicht durch meinen Papa, später dann auch allein.

Es gibt aber auch Erinnerungen, die nicht so angenehm sind…

Eine 4-köpfige Familie ist mit ihrem Auto am gegenüberliegenden Steilufer ins Wasser gerutscht und ertrunken. Die Spuren der Autoreifen sah man noch Jahre später…

Als wir letzten Sonntag auf diesem Zeltplatz ankamen, erinnerte ich mich an alles und stellte fest, dass ich diese Zeit sehr vermisse. Wir schauten uns auf dem Zeltplatz um und ich stellte fest, dass sich doch so einiges verändert hatte. Manche Zeltbuchten waren gar nicht mehr auszumachen. Es war alles verwildert, die Bäume gewachsen. Eine Brücke, über die ich als kleines Kind immer mit Herzklopfen gegangen bin, um über den kleinen Bach zu gelangen, der in die Saale mündet, wurde entfernt.

Ich bin froh, dass man Erinnerungen nicht entfernen kann. Sie bleiben für immer … Man erinnert sich vorallem auch an die Menschen, die man mit diesen Erinnerungen verbindet.  Also setzte ich mich mit meinen Kindern ans Ufer, warf die Angeln aus und dachte an meinen Papa und an unsere intensivsten Wochen des Jahres.  Er hatte mit den größten Fischen gekämpft und immer gewonnen, den Kampf gegen den Krebs leider nicht…

Ob ich was gefangen habe? Hm, ja… Ich sage es mal so: Wäre mein Papa (der Angelkönig überhaupt :-) ) dabei gewesen, dann hätte ich sicher den dicksten und größten Fisch gefangen ;-)

 


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