“Eine Heizperiode” von 17 Jahren Dauer

Die Support-Anfrage eines Stuckateurs führte im Hause CLAYTEC zu Reaktionen zwischen Heiterkeit und Stolz. Die Quintessenz: Mitunter übertrifft die Duldsamkeit hochqualitativer Lehmbaustoffe selbst optimistische Prognosen deutlich. 

“Eine Heizperiode” von 17 Jahren Dauer

“Tatort” Fachwerkfassade – wie viel Schutz benötigt sie?

Das E-Mail-Anschreiben von CLAYTEC Handwerks-Supporter Stefan Funkenberg begann ungewöhnlich förmlich im Ton. Beim Empfänger, CLAYTEC Technik- und Vertriebsleiter Ulrich Röhlen sorgte dieser Umstand allerdings nur kurzfristig für Irritation, schließlich kennt man einander lange und gut genug, um zu ahnen, dass hinter einer derartig distanzierten Ansprache durch den sonst so umgänglichen Kollegen nur eine Pointe lauern kann.

Hier besagte E-Mail im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Röhlen,

 ich war heute an einer Baustelle (BV… in Rheinberg) zur Beratung eines Gräfix Kalkverputzes auf Claytec LLS 1200. Dort hatte ich die Gelegenheit, eine Beratung die durch Ihre Person vorgenommen wurde, einmal zu überprüfen. Und ich muss sagen: alles richtig!

 Tathergang: vor 17 Jahren

Verarbeitung: Ausmauern der Gefache ohne jeglichen Verputz oder sonstigen Witterungsschutz (an allen vier Seiten)

Man sehe und staune!! :-)

Mit freundlichem Gruß 

Stefan Funkenberg 

Knackpunkt in diesem Dokument konsequenten innerbetrieblichen Qualitätsmanagements ist die erwähnte Zeitspanne von 17 Jahren. Tatsächlich erinnerte sich Ulrich Röhlen, seinerzeit bei diesem Bauvorhaben beratend tätig geworden zu sein. “Auf Anfrage des Bauherrn, innerhalb welchen Zeitraums die frisch restaurierte Fachwerk-Fassade zu verputzen sei, gab ich die Empfehlung ab, damit noch eine Heizperiode zu warten, um dem Holz-Ständerwerk zunächst die Gelegenheit zu geben zu ‘arbeiten’, sich zu setzen”, so Röhlen. Eine Empfehlung, die sich heute auch im entsprechenden Arbeitsblatt 2.3 auf der CLAYTEC-Homepage wiederfindet:

Ganz unabhängig vom Ausfachungsmaterial sollten die Fachwerkflächen möglichst spät verputzt werden. Bewegungen des gesamten Tragwerks und Dreh-, Quell- oder Schwindbewegungen der Balken (häufig auch der alten oder „abgelagerten“ Balken) treten in den ersten Monaten nach einer Instandsetzung verstärkt auf. Der Außenputz sollte im Idealfall erst wenn das Gebäude genutzt wird und eine Heizperiode vergangen ist aufgebracht werden. Die Lehmausfachung kann problemlos eine Zeitlang der Witterung ausgesetzt werden, an den Wetterseiten sind notfalls Schutzvorkehrungen zu treffen.

Was nun passierte wird jeder kennen, der selbst einmal gebaut oder saniert hat: In den Bereichen, die im Alltag “funktionieren”, neigt man dazu, Geplantes zu verschieben und letztlich zu verdrängen, schließlich gibt es meist noch genügend anderes zu bekümmern, vorzugsweise sichtbar Unfertiges. Und so kann aus dem oben zitierten “eine Zeitlang” leicht ein “noch viel länger” werden. Im konkreten Fall dauerte es ganze 17 Jahre, bis dem Bauherren jetzt wieder einfiel, dass da doch noch Verputz-Arbeiten an der Fassade anstanden. Der beauftragte Stuckateur kontaktierte uns zur Erörterung einiger technischer Fragen und Kollege Funkenberg bekam unerwartet die Gelegenheit, die Beratungstätigkeit seines Technikleiters einem verschärften Controlling zu unterziehen.

17 Jahre unbeschadet überstanden: unverputzte Lehmstein-Ausfachungen mit Material von CLAYTEC

17 Jahre unbeschadet überstanden: unverputzte Lehmstein-Ausfachungen mit Material von CLAYTEC

Daran, dass selbst ohne die empfohlenen “Schutzvorkehrungen”, Lehmsteine und -mörtel fast unglaubliche 17 Jahre ohne die kleinsten Schäden überstanden, haben hier bei CLAYTEC ausnahmslos alle große Freude. Die vom Kollegen Funkenberg mitgeschickten “Beweisfotos” machten unter Kolleginnen und Kollegen ausgiebig die Runde, und wir alle sind uns einig: Was für ein eindrucksvoller Beleg für die Qualität unseres Lieblingsbaustoffs Lehm!

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Eindrucksvolle “Beweisbilder”: die Ausfachungen mit Lehmsteinen sind, nachdem sie ganze 17 Jahre Wind und Wetter ausgesetzt waren, noch in einwandfreiem Zustand.


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