Eine gnadenlose Absage.

Mir wird manchmal vorgeworfen ich sei gnadenlos, kompromisslos und hart. Außerdem sei ich ja absoluter Individualist. Ja mei, stört mich das? MIR gefällt’s so! Meist höre ich das dann, wenn ich mich nicht „normal“ verhalte. Ich habe mich irgendwann, v.a. im letzten Jahr, damit abgefunden „nicht ganz normal“ zu sein. Meine Bewerbungsratgeber habe ich in die Ecke gefeuert, denn mit jeder gelesenen Seite wurde ich nervöser, unsicherer. „Wie halte ich die Hände beim Vorstellungsgespräch?“, „Wo platziere ich die Füße?“, „Welche Fragen darf und muss und soll ich stellen?“, „Wie viele Fragen sind zu viel, wie viel zu wenig?“ Und so geht das weiter. In allen Bereichen des Lebens. Mir hat sich der Eindruck aufgedrängt, dass man nur ein „gesellschaftlich akzeptiertes und gerne gesehenes“ Leben hat, wenn man

  • einem Sportverein angehört um dort einer Teamsportart nachgeht, bevorzugt Laufen. Man ist ja teamfähig, ehrgeizig und zielorientiert im Sport.
  • viele Freunde – oder aus meiner Sicht eher Bekannte – hat. Man ist ja sozial, beliebt usw.
  • Yoga gegen den Stress macht. V.a. als Frau. Tut mir leid, kann ich nicht, werde ich aggressiv von. Zumindest von diesem Chi-Chi-Chi-Yoga-lass-die-Sonne-im-Knie-aufgehen-und-spüre-tief-in-dir-die-Wärme.
  • sich immer gesund ernährt. Kann ich nicht, will ich nicht. Ich bin ein Genießer. Wenn ich wochentags Wachtel mit Kloß futtern will, dann mache ich das.
  • einen Job hat und zusieht, dass man diesen unter allen Umständen behält. Auch dann, wenn man eigentlich schon mit dem Kopf unterm Arm herumläuft und nur noch wie das müde Abbild seiner selbst aussieht. Man muss ja den Kredit abbezahlen, und und und.
  • sich dieses und jenes Statussymbol leistet. Man gönnt sich ja sonst nix, dafür geht man ja hart arbeiten… Zum Thema: der Porsche Cayenne ist mir zu dick. Ich mag meinen Golf ganz gern.
  • den Wunsch hat auf die Maledieven oder die Dom. Rep zu reisen. Mind. einmal im Leben. – Hatte ich mal, den Wunsch. Ich glaube da war ich so etwa 10. Vielleicht auch 12. Sieht ja schon toll auf Postkarten aus… Aber Sarajevos Gässchen reizen mich zur Zeit mehr. Auch wenn’s „gefährlich“ ist. (Ganz ehrlich, hört mir auf mit eurem Gejammere!)

Liebe Leute, braucht ihr euer Leben wirklich so, wie es „normal“ ist? Habt ihr wirklich Freude bei dem, was ihr macht? – Und damit meine ich nicht unbedingt euren Job, sondern die Gesamtheit eures Lebens, d.h. eure Partnerschaft, euer Job, euer Familienleben, und eure Freizeitgestaltung, eure Gesundheit… Was wolltet ihr schon lange mal wieder machen? Und was hält euch davon ab?


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