Eine Extraportion David Guetta

Eine Extraportion David Guetta

David Guetta, von seiner Plattenfirma sicher nicht ganz zu Unrecht als «der zurzeit erfolgreichste DJ der Welt» bezeichnet, bekommt nicht genug von sich selbst. Jedenfalls bringt er sein im August erschienenes Album Nothing But The Beat nun noch einmal als Deluxe Edition heraus. Wie das Original-Album enthält es reichlich Hits und reichlich Gaststars, dazu das ebenfalls bereits mit dem Original gekoppelte Elektro-Album, auf dem Guetta beweist, dass er mehr kann, als nur den Soundtrack zum Komasaufen abzuliefern. In der Deluxe-Version von Nothing But The Beat kommt aber noch eine dritte CD dazu. Und die enthält einen etwa 40-minütigen Party Mix.

Die Musik wird dabei, noch mehr als auf der ursprünglichen Version von Nothing But The Beat, aufs Wesentliche fokussiert. In Turn Me On (mit Nicki Minaj) schleicht sich ein Zitat von The Prodigys No Good (Start The Dance). Dafür bekommt Without You (mit Usher) eine Extraportion Bass, und vom Gesang bleibt hier nur noch das übrig, was man zum Wiedererkennen braucht.

Für jeden Hobby-DJ bietet dieser Megamix die Möglichkeit, die Party einfach auf Autopilot laufen zu lassen. Zudem zeigt die Deluxe Edition: David Guetta hat spätestens auf seinem fünften Album tatsächlich so etwas wie einen Markenzeichen-Sound entwickelt, innerhalb dessen es aber noch genug Variationen gibt, um 40 Minuten lang nicht zu eindimensional zu werden. Und der Franzose geht mit seinem Status als Dienstleister für die Großraumdisco offensichtlich erfreulich unverkrampft um.

Interpret: David Guetta
Album: Nothing But The Beat (Deluxe Edition)
Plattenfirma: Emi
Veröffentlichungsdatum: bereits erschienen

Endgültigkeit ist ein überholtes Konzept in der Welt des Digitalen – erst recht in der Musik. Alles ist verfügbar, und es wird benutzt als Baustein für Neues. Fans drehen ihre eigenen YouTube-Videos zur Musik ihrer Stars, DJs fügen per MashUp zusammen, was zusammen gehört, und nach wie vor sind Samples der beliebteste Weg, um einen Referenzraum für seine eigene elektronische Musik zu erschaffen. Der Remix ist die perfekte Entsprechung dieser Mentalität – und Alex Ridha, besser bekannt als Boys Noize, gilt mit einigem Recht als einer seiner Großmeister.

Elektro-Größen wie Daft Punk oder die Chemical Brothers haben ihre Tracks in seine Hände gegeben, auch in anderen Genres sind seine Verwandlungskünste äußerst gefragt. Was er in den vergangenen acht Jahren mit den Tracks anderer Künstler angestellt hat, fasst er nun auf The Remixes 2004 – 2011 zusammen. Die 24 Stücke auf zwei CDs schaffen es, trotz Vorlagen so unterschiedlicher Acts wie Snoop Dogg, Editors oder Charlotte Gainsbourg einen einheitlichen Sound und sogar so etwas wie eine Handschrift von Boys Noize erkennen zu lassen. In den besten Momenten schaffen es diese Remixes dadurch, dem Original neue Aspekte zu entlocken oder die Vorlage durch das Hinzufügen eigener Elemente zu verwandeln in etwas, das völlig unerwartet erscheint und doch voll und ganz plausibel wirkt.

Interpret: Boys Noize
Album: The Remixes 2004 – 2011
Plattenfirma: Boys Noize Records
Veröffentlichungsdatum: bereits erschienen

Unter dem Motto Songbook war Chris Cornell im Frühjahr unterwegs quer durch Amerika, nur mit seiner Stimme und Gitarre. Nun legt er einige der Konzertmitschnitte als Live-Album vor. Das mag auf dem Papier verlockend klingen. Aber das Songbook des Ex-Soundgarden-Sängers ist ein Buch der Qualen.

Natürlich hat Chris Cornell nach wie vor eine spektakuläre Stimme. Aber er singt hier 16 Songs lang immer in derselben Stimmlage: aus der Position des Leidenden, der sich wehrt gegen sein Leiden. Da es bis auf die Akustikgitarre keine weiteren Instrumente gibt, hält sich auch die musikalische Abwechslung in engen Grenzen. Das wird schnell langweilig, und am Ende sogar nervtötend, denn die Songs von Chris Cornell sind einfach nicht stark genug, um auch derart reduziert noch strahlen zu können. So etwas nennt man dann wohl Selbstüberschätzung.

Interpret: Chris Cornell
Album: Songbook
Plattenfirma: Universal
Veröffentlichungsdatum: bereits erschienen

Quelle:
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Durchgehört – Eine Extraportion David Guetta

Tags:

Tags: Boys Noize, Charlotte Gainsbourg, Chris Cornell, David Guetta, Nicki Minaj, Snoop Dogg

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