Ein Rekordhoch jagt das nächste

Die Ölpreise knüpfen an ihre Freitagsgewinne an und starten mit Mehrjahreshochs in die neue Woche. Im Inland wird Heizöl durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen pro Liter teurer. Die Nachfrage ist im Vergleich zu letzter Woche schwächer geworden.

Die Aufwärtsbewegung der Ölpreise setzt sich auch in der neuen Handelswoche fort. Bereits im Freitaghandel erreichten die Rohölsorten Brent und WTI neue Langzeithochs und stabilisierten sich auf hohem Preisniveau. Zum Wochenauftakt gab es noch eine bullishe Schippe obendrauf, die die Nordseesorte Brent auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 und die amerikanischen Ölsorte WTI auf den höchsten Stand seit Oktober 2014 hob. Gestützt werden die Ölpreise vor allem durch die starke Nachfrage und hohe Erdgas- und Kohlepreise, die Verbraucher dazu motivieren, auf Heizöl und Diesel für die Stromerzeugung umzusteigen. Das knappe Angebot von Erdgas und Kohle ließ die Preise für die Produkte zuletzt stark ansteigen. Zwar lässt sich die gleiche Entwicklung beim Rohöl verfolgen, dennoch ist dieses noch günstiger als Erdgas. Damit bleibt die Energiekrise weiterhin im Fokus der Börsen und legt die straffe Marschroute für die Notierungen fest. Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt sich jedoch im Atomabkommen mit dem Iran. Nachdem die Gespräche zwischen Iran und den USA im Juni stagnierten und erstmal auf Eis gelegt wurden, sollen diese nun fortgeführt werden. Am Donnerstag soll in Brüssel ein Treffen zwischen dem Iran und EU Aufschluss bringen, wie die Verhandlungen weitergeführt werden können. Bei einer Einigung im Atomdeal würden die strengen Sanktionen gegen Teheran fallen gelassen und die Ölproduktion im Iran wieder deutlich gesteigert werden. Eine schnelle Lösung ist aufgrund der schwierigen Gespräche mit den USA in der Vergangenheit aber sehr unwahrscheinlich.

Die derzeitige Situation auf dem Wärme- und Kraftstoffmarkt ist nichts für schwache Nerven. An allen Ecken jagt ein Rekordhoch das nächste. Der ADAC meldete für Diesel und Benzin neue Allzeithochs an den Tankstellen, die erst kürzlich ein Neunjahreshoch markierten. Auch die Gaspreise stiegen in diesem Jahr deutlich an und erreichten den höchsten Wert seit 2006. Mit der Erhöhung der CO2-Abgabe ab 2022 verteuert sich Gas für private Haushalte um nochmal 0,65 Cent pro Kilowattstunde. Angesteckt von der zusätzlichen Nachfrage nach Rohöl durch die Kohle-, Strom- und Erdgasknappheit steigen auch die Heizölpreise weiter an. Der Vorteil gegenüber Gasheizern ist die Unabhängigkeit. Denn der Ölheizer kann die Preisschwankungen des flüssigen Brennstoffs zu seinen Gunsten nutzen und kaufen, wenn der Heizölpreis fällt.

HeizOel24-Tipp: Billiger macht die HeizOel24-App das Heizöl zwar nicht, dennoch sehen Sie auf einen Blick, wenn der Preis nach unten geht und sich ein guter Kaufzeitpunkt bildet. Mit dem Preisalarm werden Sie sofort benachrichtigt, wenn Ihr Wunschpreis erreicht ist. HeizOel24. 18.10.2021

Börsendaten:
 

Montag
18.10.2021 – 13:43 Uhr

Schluss Vortag
17.10.2021

Veränderung
zum Vortag

Rohöl

Brent Crude

85,70 $

pro Barrel

84,92 $

pro Barrel

+0,92%

Gasöl

752,25 $

pro Tonne

743,25 $

pro Tonne

+1,21%

Euro/Dollar

1,1593 $

1,1600 $

-0,06%

(konstant)

USD/CHF

0,9245 CHF

0,9233 CHF

+0,13%

(konstant)

Deutschland

90,33 €

89,87 €

+0,52%

Österreich

89,35 €

88,05 €

+1,48%

Schweiz

102,25 CHF

101,15 CHF

+1,09%

4-Wochen-Prognose
Rohöl


leicht steigend

Heizöl


leicht steigend

alle Angaben ohne Gewähr

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