Ein Photo der Woche #52 – oder – Hola Barcelona: Teil 2

Von Lilamalerie

Lange habe ich Mein Photo der Woche geschwänzt. Nicht, dass mir in den letzten vier Wochen nichts Spannendes vor die Linse gekommen wäre, aber es hatte sich irgendwie nicht ergeben daraus einen post zu machen.

Aber wenn nicht jetzt, wann dann sollte ich ein besonderes Photo zeigen, nach vier Tagen in Barcelona?

Denn genau vor einer Woche, letzten Sonntag, besuchten meine Freundin und  ich das herausragende, allgegenwärtige Gebäude Barcelonas:

Die  Sagrada Familia 

 Was für ein Bau!

 Seit den 1880er Jahren eine Baustelle, und immer noch nicht vollendet, sicher das bekannteste Werk des exentrischen Architekten Antoní Gaudí .

Und einfach i m p o s a n t !

Und einfach zum Staunen!

Und einfach total überfüllt!

Und das obwohl wir schon um kurz nach 10 Uhr da waren.
Doch der Reihe nach: 

An unserem zweiten Tag in Barcelona machten wir uns, nach einem gemütlichen Frühstück, zur Sagrada Familia auf. Die Eintrittskarten (24€ inkl. Audioguide und Turm) hatte meine Freundin schon via Internet gebucht, damit wir der Warteschlange, die sich wohl schon mal gerne einmal um die Kirche schlängelt, entgingen. Unser Zeitfenster startete um 10.30h und wir kamen auch nicht eher rein, was uns schon mal die Gelegenheit gab, uns den Sakralbau von außen zu betrachten.

  

Wie eigentlich überall in Barcelona, könnte man allein mit Fotos dieser Basilika mehrere posts füllen. Aber erstens, fehlt es meinen Bildern dafür an fotografischer Meisterschaft, und zweitens, wer will das lesen?

Darum gibt es hier nur Impressionen in zwei Collagen von diesem Wahnsinnsgebäude.

Oben erst eine Außenaufnahme mit den unvermeidlichen Kränen, daneben eine Szene aus der Geburtsfassade an der Ostseite. Unten links dann ein Blick zur Decke mit den außergewöhnlichen Säulen, daneben: Ein Detail eines Eingangstores.

  
Diese Säulen, diese Fenster!! Und unten rechts : Die Westfassade, auch Passionsfassade genannt, noch nicht vollendet.

Wir sind dann auch noch mit dem Lift auf den Turm gefahren, allerdings war der Blick von dort nicht so spektakulär, da es keine Aussichtsplattform gibt ( man schaue sich die Form der Türme an!!) und man nur durch kleine Fenster schauen kann. Also den Turm kann man sich getrost sparen!

Als wir gegen 13 Uhr die Sagrada Familia verließen waren wir, ob der Menschenmassen, die sich dort inzwischen tummelten, etwas erschöpft.

Ruhe und Entspannung fanden wir dann nur 1km von dort entfernt, auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Hospital Sant Pau.  Der nicht weniger, als Gaudi, geniale Architekt Montaner hatte den Komplex von 1902-1930 im katalanischen Jugendstil, dem Modernisme, gebaut.

Welch himmlische Ruhe! Hier ließen wir das Gesehene erst mal sacken, und bekamen doch schon wieder wunderbare, neue Eindrücke. 

 Wer mehr darüber wissen möchte, der schaue hier.

Eine Stärkung nahmen wir dann auf der verkehrsberuhigten Avinguda de Gaudi in einem netten Tapas-Lokal ein. Gemütlich im Schatten sitzend, ging es uns dann, nach dem ausgiebigenen Essen und mehreren Espressi sehr gut.

So waren wir bereit Barcelona weiter zu entdecken, schlenderten durch den Stadtteil Eixample und machten schließlich vor dem Gaudi-Haus Casa Milà Halt.

Hier besser bekannt unter La Pedrera (der Steinhaufen) und von Gaudi von 1906-1910 erbaut. 

 Was für ein Gesamtkunstwerk! Wir waren begeistert von der Eingangshalle, von der geschwungenen Fassade, den Balkongittern, die Juol gefertigt hat, von der original möblierten Wohnung, die einem einen Eindruck vom großbürgerlichem Leben zu dieser Zeit gab. 
 Sehr besonders ist aber auch die Dachterasse, die immer wieder neue Perspektiven auf Barcelona eröffnet, und deren Kamine und Luftröhren scheinbar lebendig wirken. Das Treppenhaus entfaltet seine volle Pracht und die Fenster der Wohnungen blicken nicht nur auf die Straße, sondern auch in den Lichthof. Wow! Der Besuch lohnt sich unbedingt!! (Der Eintritt von 20 €, inkl. Audioguide  war jeden Cent wert!)

Geflasht von all der Pracht und Kunst ließen wir uns weiter über die Passeig de Gracia treiben, einer Prachtstrasse, vergleichbar dem Pariser Champ Élysées, mit einer extremen Dichte an Modernisme-Häusern. So bestaunten wir die Casa Batlló auch heute nur von außen, kehrten aber im Nebenhaus, der Casa Amatller in das

Cafe Faborit ein. 

 Das Café hat es uns angetan, so dass wir sogar noch ein zweites Mal dort einkehrten. Direkt neben der Casa Battló, kann man dort gemütlich im Hof sitzen, und die köstlichen Kuchen genießen. Das Angebot unfasst aber noch vielerlei Leckeres, und das , angesichts der exponierten Lage erstaunlich günstig.

Nach einer kurzen Pause in unserem Hotel wollten wir als krönenden Abschluss zum 

Font Magica auf dem  Mont Juïc, denn dort soll es Abends immer eine Licht- und Musik-Show geben. Nur leider war auf der breiten Straße davor eine Riesenbühne aufgebaut, und daran vorbei gab es, weder rechts, noch links ein Vorbeikommen, was aber erst genau dort angeschrieben stand. Und dann waren wir nicht mehr wirklich motiviert, einen Riesenbogen zu schlagen. Stattdessen besuchten wir dann noch die Dachterasse der alten,  zum Einkaufszentrum umgebauten, Stierkampfarena Las Arenas.

Ein toller Rundumblick und ein abschließendes Feuerwerk, umd in der Ferne der Font Magicá.

So beschlossen wir den zweiten Tag in Barcelona, voll wunderbarer Eindrücke und rechtschaffend müde.

Seid ihr noch bei mir? Wenn ja, ganz lieben Dank, dass ich meine Begeisterung für Barcelona hier mit euch teilen kann.

Habt einen schönen Sonntagabend und LG,

Monika