Ein Haufen Unordnung

Ich habe die anstrengendsten, arbeitsaufwändigsten und aufwühlendsten Prüfungen endlich hinter mir, und nie hat es sich so richtig angefühlt, ein ganzes Wochenende mit Netflix zu verbringen. Ich freue mich endlich mal wieder auf ein bisschen Entspannung und Zeit für mich, Zeit, um Nachzudenken (als ob ich das nicht schon genug tue) und mir meine nächsten Schritte zu überlegen. Ich habe in letzter Zeit Gefallen daran gefunden, meine Wochen ein bisschen zu strukturieren und zu planen, und mir fällt jetzt dieser Haufen von Unordnung, den man mein Leben nennt, ein bisschen leichter, weil ich ihn sortiere und überdenke. Ich habe wegen meiner Deutschklausur (die ich heute geschrieben habe und die überraschend gut lief) ziemlich viel Zeit mit Schiller und „Kabale und Liebe" verbracht, und wenn man liest, welche Probleme das 16-jährige Mädchen in diesem Drama hat (Probleme, die sie und ihren Freund dazu bringen, vergiftete Limonade zu trinken, I mean...), dann fühlt man sich wie eine kleine Heulsuse. So schlimm ist das dann alles garnicht, dieser ganze Stress. Mich trennen jedenfalls keine Standesschranken von guten Noten oder so. Im Gegenteil. Offenbar finden meine Lehrer, dass ich ganz okay bin, und schicken mich deswegen im September mit einem Schüleraustausch nach Cles, Italien, weil das wohl meinen Noten nicht wehtun würde. Gut, dass ich kein Wort Italienisch kann, nicht mal dieses würdegernkannnicht-Urlaubsitalienisch. Nichts. :-))))) Okay, ich kann Grazie. Grazie mille, no comprendo! Pizza, Pasta!

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