Ein-Euro-Jobs nur noch freiwillig

So, jetzt sind sie endlich drauf gekommen, dass der Zwang zum Ein-Euro-Job einher geht mit dem Verlust an Arbeitsplätzen, die besser (wenn auch nicht gut) bezahlt werden. Und ganz nebenbei hat sich auch gezeigt, dass gerade die Leute, die man in einen Ein-Euro-Job zwingt, danach mit höherer Wahrscheinlichkeit keinen “richtigen” Job bekommen, als diejenigen, die man nicht zwingt, ihre Lebenszeit auf diese Weise zu verschwenden.

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, dass gerade die Verfechter des Kapitalismus offenbar nicht kapieren wollen, wie Kapitalismus geht. Jeder Kapitalist, oder sagen wir wies heute heißt: Arbeitgeber, der bei Trost ist, sieht doch zu, dass Arbeit möglichst wenig kostet. Produktionskosten senken, Profit erhöhen, simpelster Zweisatz des Kapitalismus. Und wenn ich einen Ein-Euro-Jobber bekommen kann, dann nehme ich doch den und nicht den anderen, der 10 oder 20 Euro die Stunde kostet!

Die Lohndrückerei ist doch kein Fehler im System, sondern das System!

Ja, dann gibt es auch noch so Kapitalisten wie Götz Werner, die mit ihrem Bürgergeld den Kapitalismus retten wollen. Aber die kann man getrost unter “unrettbare Idealisten” verbuchen. Es ist halt nicht so, dass Geld arbeitet. Es arbeiten immer Menschen für Geld. Und wer was anderes behauptet, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.



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