Ehec – Panikmache und falsche Berichterstattung

Liebe Leser,

seit Tagen gibt es ein beherrschendes Thema in den Medien – Ehec. Dieses Bakterium kann sehr gefährlich werden, aber hauptsächlich nur für Personen aus dem Norden Deutschlands.

Wie sich jetzt herausstellt, spielt Ehec in den restlichen Regionen eher eine untergeordnete Rolle. In meinem Bundesland NRW gibt es laut einer Meldung von Einslive vom 30.05.2011 momentan 50 gemeldete Fälle. NRW hat 17,9 Millionen Einwohner. Die Zahl der Erkrankungen lässt sich demnach nicht mal in Promille darstellen. Es sind 0,00279 ‰.

Es war aber bereits am Anfang klar, dass nur das Obst & Gemüse im Norden Deutschlands und nicht – wie fälschlicherweise berichtet – aus dem Norden Deutschlands betroffen ist. Ein entscheidender Unterschied.

So berichtet Bildblog.de von diesem fatalen Fehler. In der Pressemitteilung vom Robert-Koch-Institut heisst es u.a.:

„Der Verzehr von einem oder mehreren der genannten Lebensmittel würde einen Großteil der HUS-Fälle erklären, dennoch ist nicht auszuschließen, dass auch noch andere Lebensmittel als Infektionsquelle in Frage kommen. Die Studie wurde nur in Hamburg durchgeführt, so dass sie nur bedingt Aussagewert für andere betroffene Orte hat.

Vor dem Hintergrund des noch anhaltenden, gravierenden Ausbruchsgeschehens mit zum teil schweren gesundheitlichen Folgen empfehlen RKI und BfR über die üblichen Hygieneregeln im Umgang mit Obst und Gemüse hinaus, vorsorglich bis auf weiteres Tomaten, Salatgurken und Blattsalate insbesondere in Norddeutschland nicht roh zu verzehren.“

Da stellt sich mir die Frage, wieso dass von den Medien nicht geprüft bzw. korrigiert wird. Anscheinend benötigt man Ehec als Sommerthema, so wie in den vergangenen Jahren die Schweine- und Vogelgrippe.

Mein Fazit ist einfach. Die Menschen im Norden können beunruhigt sein und sollten die einfachsten Hygiene-Maßnahmen besonders beachten. Wobei diese Hygiene-Maßnahmen wie mehrfaches tägliches Händewaschen oder gründliches reinigen von Lebensmitteln selbstverständlich sein sollten.

Für meine Region besteht jedenfalls keine erhöhte Gefahr.

Liebe Grüße,

Dirk



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