EHEC-Erreger breitet sich weiter aus

Der tödliche EHEC-Erreger breitet sich immer weiter aus. Bisher gibt es drei Todesfälle und über 400 Verdachtsfälle. Wissenschaftler suchen unter Hochdruck nach der Herkunft des Keims und befürchten noch weitere Infektionen mit Todesfolge.  

Ein sehr gefährlicher Keim

 

Seit dem der EHEC-Erreger im Norden Deutschlands ausgebrochen ist, sind drei Frauen an der Infektion gestorben. Eine 83-Jährige Frau, die seit Mitte Mai an blutigem Durchfall litt, verstarb am Samstag. Bei ihr wurde der EHEC-Erreger nachgewiesen. Eine 24-Jährige Frau starb in der Nacht zum Dienstag. Auch sie litt an den gleichen Symptomen. Allerdings stand das Laborergebnis noch aus. Im Kreis Stormarn verstarb am Sonntag eine ebenfalls über 80-Jährige Frau, die wegen einer Operation im Krankenhaus war.

Der Keim ist für Ärzte und Wissenschaftler bisher nichts ungewöhnliches gewesen. Jährlich infizieren sich etwa 1000 Menschen mit EHEC. Nur ist der Erreger jetzt deutlich aggressiver geworden. Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden über 400 Infizierungen und Verdachtsfälle mit dem gefährlichen Darmbakterium registriert.

Bis die Ursache für die Infektionen geklärt ist, rät Verbraucherministerin Ilse Aigner rohes Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu Waschen. Auch sollten sämtliche Gebrauchsgegenstände in der Küche, die für die Zubereitung benötigt wurden, gründlich gereinigt werden.

Mittlerweile gibt es erste Hinweise auf die Herkunft des EHEC-Erregers. In erster Linie vermutet man den Keim auf frischem Gemüse, das mit Gülle gedüngt und anschließend nicht gereinigt wurde. Ein Sprecher des Frankfurter Gesundheitsamtes sagte, es gebe die Vermutung, dass der Keim durch einen Gemüselieferanten aus Norddeutschland verbreitet wurde. Geäußert wurde der Verdacht nachdem am Dienstag zwölf Personen in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, die alle in der Kantine einer Unternehmensberatung gegessen hatten. Diese wurde von dem Gemüselieferanten beliefert.

Für Wissenschaftler ist es aber noch ein Rätsel, weshalb die Infektionszahlen so stark angestiegen sind. Auch gibt es noch keine eindeutigen Hinweise, die bestätigen, dass der Erreger von ungewaschenem Gemüse stammt. Übertragungswege gibt es noch andere.


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