Easy Flying – 7 Wege, besser mit Flugangst umzugehen

Fliegt ihr gerne? Genießt ihr das Gefühl abzuheben und die atemberaubenden Ausblicke, wenn der Flieger seine Schleife über dem Flugziel zieht und sich die Flügel gefährlich weit nach unten neigen? Ich nicht! Klingt komisch, ist aber so. Ich habe Flugangst und davon nicht zu wenig. Jeder zweite Urlaub beginnt für mich mit einer großen Herausforderung, die darin besteht, überhaupt in die Maschine zu steigen. Besonders Langstrecken-Flüge machen mir zu schaffen.

Um mir die schönsten Ziele auf dieser Welt nicht zu verwehren, habe ich ein paar Rituale und Routinen geschaffen, einige Tipps und Tricks gesammelt, um mir das Fliegen so angenehm wie möglich zu machen. Zwar werde ich in diesem Leben nicht mehr zum Vielflieger mutieren, doch habe ich es bisher geschafft, tatsächlich an jedem Urlaubsort anzukommen, ohne mich vor Abflug schreiend auf den Boden des Terminals zu werfen. Ich gerate auch nicht mehr in Panik, wenn der Akzent des Piloten so stark ist, dass ich kaum ein Wort verstehe – er wird wissen was er tut und ein bißchen Rütteln bringt mich nur noch manchmal aus der Fassung.

Wie ich versuche meine Flugangst zu meistern, lest ihr hier:

1. Kein Stress vor dem Stress

Die Uhr zeigt kurz vor Mitternacht. In fünf Stunden kommt das Taxi, in sieben geht der Flieger und der Koffer ist noch immer nur halb gepackt, ganz zu schweigen von all dem Equipment und den überlebenswichtigen Dingen, die irgendwie ins schmale Handgepäck passen sollen. Also wieder kein Schlaf vor dem Urlaub – ja, das könnte ich sein. Doch wann immer sich dieser Stress vor dem Fliegen vermeiden lässt, vermeide ich ihn auch. Das heißt, bereits in den Tagen vor der Abreise Dinge, die unbedingt mit sollen, bereit legen, die Reiseapotheke rechtzeitig checken, alle Akkus im geladenen Zustand halten und das Gepäck bereits zwei Tage vorher packen. Klingt leichter als gesagt, doch wenn ich den letzten Tag vor der Abreise nutzen kann, um alles noch einmal entspannt zu prüfen und ausreichend zu schlafen, dann fahre ich auch deutlich entspannter zum Flughafen.

Auf zum Flughafen

Auf zum Flughafen

2. Sei vorbereitet

Wer Flugangst hat, der kennt sie. Die kleinen Geheimwaffen im Kampf gegen die Angst abzuheben. Für den einen sind es Reisekaugummis, für den anderen Baldrian oder Globulis. Für mich sind es Reisetabletten und es ist bereits ein ungemein beruhigendes Gefühl, einen Streifen davon einfach griffbereit im Handgepäck zu haben.

3. Am passenden Platz

Ich weiß – oder ich bilde mir zumindest ein – einen Flug nicht am Fenster sitzend überstehen zu können, eingeengt und eingeklemmt zwischen Fenster und Sitznachbarn, ohne die permanente Möglichkeit aufstehen zu können. Daher schaue ich immer, möglichst zeitig am Flughafen zu sein und einen Sitzplatz am Gang zu ergattern.

Bereit einzusteigen?

Bereit einzusteigen?

4. Ablenkung Ablenkung Ablenkung

Wenn ich in einem Flieger sitze und zehn Stunden lang vor mich hin starre, kann ich mir sicher sein, dass meine Angst mich irgendwann voll und ganz im Griff hat und zur Panik auswächst. Ablenkung ist daher die Devise und ohnehin die beste Möglichkeit, um Zeit tot zu schlagen. Da es mir schwer fällt im Flugzeug zu lesen, sehe ich am liebsten fern oder höre Musik – Airlines mit anständigem Boardprogramm werden ganz klar bevorzugt ;-)

5. Ein leerer Bauch fliegt nicht gern

Sobald der Wecker klingelt und es auf zum Flughafen geht, habe ich ein flaues Gefühl im Magen. Dennoch habe ich festgestellt, dass es mir grundsätzlich besser geht, wenn ich wenigstens etwas Festes im Bauch habe und die Mahlzeiten im Flieger sind eine willkommene Abwechslung und Ablenkung. Ganz wichtig: Trinken nicht vergessen. Gerade auf langen Flügen ist es wichtig, nicht auszutrocken. Ganz gleich, ob man hungert und dehydriert, beides dient nicht dem Wohlbefinden.

6. Für Wohlbefinden sorgen

Mir ist immer kalt und in Flugzeugen sowieso. Also schaue ich, dass ich warm genug angezogen bin – lieber noch eine Strickjacke mehr, ausziehen kann man diese noch immer – und mir ggf. eine Decke mehr organisiere. Außerdem liebe ich mein neues Nackenkissen, dass ich mir am Flughafen in Ho-Chi-Minh-Stadt gegönnt habe. Ich steige nur noch in meinen bequemsten Schuhen in ein Flugzeug, die ohne weiteres an und aus gezogen werden können. Wer es bequem hat, der fühlt sich eben einfach besser.

7. Die Angst zulassen

Irgend eine gute Seele, die mich einst beruhigen wollte, erzählte mir einmal, dass in der Geschichte der zivilen Luftfahrt noch kein Flieger aufgrund von Turbulenzen vom Himmel gefallen ist. Es hilft nichts, ich spüre trotzdem dieses Kribbeln und klammere mich an meine Armlehnen, immer dann, wenn es mal ein bißchen holprig wird oder die Maschine plötzlich einen Meter tiefer sackt. Doch anders als früher gestehe ich mir diese Angst zu. Wenn es ganz schlimm wird, lehne ich mich zurück, schließe die Augen und versuche es mit Atemübungen. Dann erkläre ich mir selbst, wie irrational meine Angst ist und das der Flugkapitän mit großer Sicherheit seinen walk around sehr genau gemacht hat.

Ich weiß, dass es sehr viel wahrscheinlicher ist, mir im Urlaub den Fuß zu brechen und doch fliegt ein bißchen Angst immer mit. Und das darf sie auch!

Habt ihr auch Flugangst? Was sind eure Tipps und Tricks, um leichter abheben zu können?


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