Durst nach Antworten - den haben wir alle!

Durst nach Antworten - den haben wir alle!
„Wer befriedigende Antworten auf seine Fragen sucht, muss vor allem zunächst einmal lernen, intensiv zuzuhören.“
Alexander Rykow
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:
„Durst nach Antworten“

Ein Philosophie-Professor besuchte einen alten weisen Mann und stellte ihm ganz viele Fragen zu seinem Leben und zu Gott. Der Meister hörte still zu – Fragen über Fragen über Fragen. Dann sagte er: „Du siehst müde aus. Du hast diesen hohen Berg erklommen; du kommst von weit her. Ich möchte dir erst einen Tee machen.“ Und so bereitete der alte Mann einen Tee für seinen Gast.
Der Professor wartete – er brannte innerlich vor Ungeduld, weitere Fragen zu stellen. Und während der alte weise Mann Tee aufsetzte, der Teekessel zu singen begann und das Aroma des Tees langsam den Raum erfüllte, sagte der alte Mann zu dem Professor: „Warte noch einen Moment, sei nicht so in Eile. Wer weiß, vielleicht beantworten sich deine Fragen ja durch das Teetrinken? Oder sogar schon vorher?“
Der Professor war ratlos und dachte bei sich: „Die ganze Reise war umsonst. Dieser Mann scheint verrückt zu sein. Wie können meine Fragen nach Gott durch Teetrinken beantwortet werden? Welchen Sinn soll das machen? Es ist wahrscheinlich das Beste, hier so schnell wie möglich zu verschwinden." Andererseits fühlte er sich müde und eine Tasse Tee würde ihm sicher gut tun, bevor er mit dem Abstieg begann.
Der alte Mann nahm den Kessel und goss dem Professor eine Tasse Tee ein – und goss und goss und goss. Die Tasse war längst voll und der Tee begann überzulaufen und sich in die Untertasse zu ergießen. Trotzdem hörte der alte Mann nicht auf zu gießen. Irgendwann war auch die Untertasse voll. Noch ein einziger Tropfen und der Tee wäre auf den Boden getropft. Da rief der Professor: „Stopp! Was machst du denn da? Bist du verrückt? Siehst du denn nicht, dass die Tasse voll ist? Siehst du denn nicht, dass auch die Untertasse voll ist?“
Der alte Mann antwortete: „Genauso verhält es sich mit dir. Dein Verstand ist so angefüllt mit Fragen, dass selbst dann, wenn ich dir antworten würde, in deinem Kopf gar kein Platz für die Antworten wäre. Aber du machst einen intelligenten Eindruck.
Du hast erkannt, dass ein einziger Tropfen mehr die Tasse und die Untertasse zum Überlaufen bringen kann und der Tee sich auf den Boden ergießen wird. Genau so ist es mit deinen Fragen, seit du gekommen bist: Auch sie ergießen sich überall im Raum. Mein Haus ist klein, aber übervoll mit deinen Fragen. Geh` zurück, leere deine Tasse und komme dann erst wieder. Schaff ein wenig Platz in Dir.“
Ihr Lieben,

ich schaue sehr wenig Fernsehen und wenn ich es tue, dann vor allem Sendungen über die Natur und Talkshows. Das, was ich in diesen Talkshows oft feststelle, ist die Tatsache, dass die Gesprächsteilnehmer sich oft gar nicht zuhören:
Sie sind so erfüllt von dem, was sie selbst sagen wollen, dass sie gar nicht recht hinhören, was der Andere sagt.
Wir können aus der heutigen Geschichte eine Menge lernen:
Wenn wir unser Leben positiv verändern wollen, wenn wir wissen wollen,  was an Wünschen und Sehnsüchten in uns schlummert, müssen wir auch bereits sein, in uns hinein zu hören.
Wenn mein Oma früher ihre Bibel las, nannte sie das „Stille Zeit“. 
Das bedeutet, erst einmal zur Ruhe zu kommen, in sich hineinzuhorchen, bereit sein, die Antworten auf die eigenen Fragen auch wirklich zu hören und in sich aufzunehmen.
Manche Christen haben sich schon bei mir beschwert, dass sie, wenn sie zu Gott beten, keine Antwort von ihm bekommen. Aber das ist auch kaum möglich, wenn diese Menschen während ihres Gebets ununterbrochen auf Gott einreden.
Beten heißt nicht „ununterbrochen zu reden“, Beten heißt vor allem auch, zuzuhören.
Und diejenigen unter uns, die nicht an Gott glauben, sollten sich auch eine solche tägliche „Stille Zeit“ gönnen, nicht um sich dann selbst ununterbrochen Fragen zu stellen, sondern um offen zu sein für Antworten, die schon lange in uns schlummern. Das In-sich-Hineinhören ist etwas ganz Wichtiges im Leben.

Aber noch etwas ist wichtig aus dieser Geschichte: Wenn wir in unserer Partner-schaft, mit unseren Freunden oder mit unseren Kindern oder Enkelkindern sprechen, sollten wir immer darauf achten, nicht nur unsere Meinung zur Geltung bringen zu wollen, sondern vor allem bereit sein, intensiv zuzuhören, ohne gleich lauter „Wenns“ und „Abers“ auf der Zunge zu haben.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch heute einen Tag des Hinhörens, des Zuhörens und des In-Euch-Hineinhörens und ich grüße Euch ganz liebe und herzlich aus dem schönen Bremen.

Euer fröhlicher Werner

Durst nach Antworten - den haben wir alle!

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



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