Durchbruch bei Tierversuchsalternativen

Tierrechtler fordern Anwendung im EU-Chemikalienprogramm REACH

Eine von der Europäischen Kommission geförderte EU-Forschergruppe veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des Journals »Reproductive Toxicology« eine Studie, in der sie die schädigenden Wirkungen von Chemikalien auf die Fortpflanzung zuverlässig mit tierversuchsfreien Methoden ermittelte. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht darin einen Durchbruch im Bereich der tierversuchsfreien Forschung.

Im Rahmen des EU-Projektes ReProTect testeten die Wissenschaftler in einer Blindstudie acht Chemikalien, deren giftige Wirkungen auf die Fortpflanzung bereits aus Tierexperimenten bekannt sind. Da es sich bei der Reproduktionsbiologie um einen äußerst komplexen Bereich handelt, entwickelten die Forscher einen völlig neuartigen Ansatz. Statt sich auf einen einzigen Test zu stützen, wurde auf eine Kombination von 14 verschiedenen Testsystemen zurückgegriffen. Erst mit dieser Methodik war es möglich, die schädigenden Wirkungen der Chemikalien korrekt vorherzusagen. Ebenso konnten zwei harmlose Kontrollsubstanzen eindeutig mit dieser tierversuchsfreien Testbatterie identifiziert werden.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert, dass die neu entwickelten Alternativen umgehend im EU-Chemikalientestprogramm REACH zum Einsatz kommen. Die Tierversuche zu REACH sind in diesem Jahr in Europa angelaufen. Wissenschaftlichen Berechnungen zu Folge sollen in den Tests bis zu 54 Millionen Tiere sterben. »Allein die Reproduktionstoxikologie verschlingt bis zu 90 Prozent der Tiere. Pro Substanz werden etwa 3.000 Ratten getötet. Diese Testbatterie kann deshalb eine gigantische Zahl von Tieren vor dem Versuch retten, wenn sie sofort angewendet wird. Jetzt ist die Politik gefordert, dieses in vitro-Prüfsystem für die reproduktionstoxikologische Bewertung insbesondere von Chemikalien umgehend zu akzeptieren«, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Verbandes.

Zu ReProTect: Bei ReProTect handelt es sich um ein EU-Projekt des sechsten Forschungsrahmenprogramms, bei welchem 35 Partner aus Forschung, Industrie und Regierungsinstitutionen über einen Zeitraum von fünf Jahren an der Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch im Bereich der Reproduktionstoxikologie arbeiten.

Tierrechtler fordern Anwendung im EU-Chemikalienprogramm REACH Eine von der Europäischen Kommission geförderte EU-Forschergruppe veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des Journals "Reproductive Toxicology" eine Studie, in der sie die schädigenden Wirkungen von Chemikalien auf die Fortpflanzung zuverlässig mit tierversuchsfreien Methoden ermittelte. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht darin einen Durchbruch im Bereich der tierversuchsfreien Forschung. Im Rahmen des EU-Projektes ReProTect testeten die Wissenschaftler in einer Blindstudie acht Chemikalien, deren giftige Wirkungen auf die Fortpflanzung bereits aus Tierexperimenten bekannt sind. Da es sich bei der Reproduktionsbiologie um einen äußerst komplexen Bereich handelt, entwickelten die Forscher einen völlig neuartigen Ansatz. Statt sich auf einen einzigen Test zu stützen, wurde auf eine Kombination von 14 verschiedenen Testsystemen zurückgegriffen. Erst mit dieser Methodik war es möglich, die schädigenden Wirkungen der Chemikalien korrekt vorherzusagen. Ebenso konnten zwei harmlose Kontrollsubstanzen eindeutig mit dieser tierversuchsfreien Testbatterie identifiziert werden. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert, dass die neu entwickelten Alternativen umgehend im EU-Chemikalientestprogramm REACH zum Einsatz kommen. Die Tierversuche zu REACH sind in diesem Jahr in Europa angelaufen. Wissenschaftlichen Berechnungen zu Folge sollen in den Tests bis zu 54 Millionen Tiere sterben. "Allein die Reproduktionstoxikologie verschlingt bis zu 90 Prozent der Tiere. Pro Substanz werden etwa 3.000 Ratten getötet. Diese Testbatterie kann deshalb eine gigantische Zahl von Tieren vor dem Versuch retten, wenn sie sofort angewendet wird. Jetzt ist die Politik gefordert, dieses in vitro-Prüfsystem für die reproduktionstoxikologische Bewertung insbesondere von Chemikalien umgehend zu akzeptieren", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Verbandes. Zu ReProTect: Bei ReProTect handelt es sich um ein EU-Projekt des sechsten Forschungsrahmenprogramms, bei welchem 35 Partner aus Forschung, Industrie und Regierungsinstitutionen über einen Zeitraum von fünf Jahren an der Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch im Bereich der Reproduktionstoxikologie arbeiten.