Durch stürmische Zeiten - Lesley Pearse

Von Mediterranee

Dieses Buch war ein Geschenk aber es lag schon sehr lange auf meinem SUB. Jetzt dank "Projekt ungelesener Bücher 2014" habe ich es endlich gelesen.


Eine kurze Zusammenfassung:
Die junge Mary wird in England Ende des 18. Jahrhunderts wegen eines kleinen Diebstahls zum Tode verurteilt. Wenn man von Glück in diesem Fall sprechen kann, wird sie begnadigt und wird in die neue Kolonie von England, Australien, deportiert. Die Lebenskonditionen auf dem Gefängnisschiff sind unmenschlich und sehr hart. Viele sterben, aber Mary hat sich vorgenommen alles zu tun um ihr Leben zu retten. Sie fängt eine Affäre mit einem Offizier an, um Essen und neue Klamotten zu bekommen und kämpft für bessere Lebensumstände. Ihre Beschwerden stoßen auf Interesse bei einem Offizier, in dem Mary sich verliebt obwohl es ihr bewusst wird, dass keine Zukunft zwischen ihnen möglich ist. Er hilft ihr aber so gut er kann, auch nachdem sie von dem anderen Offizier schwanger wird.
In Australien angekommen heiratet Mary einen anderen Mitgefangenen, Will, der sie dann von anderen schützt aber sie auch durch seiner besserwisserischen Art in Gefahr bringen wird.
Meine Meinung:Da ich selten Bücher lese, die in einem anderen Jahrhundert stattfinden, fand ich es doch sehr interessant, u.a. ein paar Erinnerungen an die Geschichte-Unterrichten im Gymnasium kamen wieder hoch, was der Geschichte von Australien angeht.
Es ist erschreckend, dass Leute für harmlose Diebstähle zum Tod verurteilt oder deportiert wurden und wie die Menschenrechte missbraucht wurden. Ich hatte irgendwie schon davon gehört aber das Ausmaß solcher Aktionen war mir leider nicht bewusst und hat mich sehr berührt.
Ich kannte die Autorin nicht und ich hätte mir wahrscheinlich dieses Buch selbst nicht gekauft, weil weder der Titel noch das Coverbild mich angesprochen hätten. Ich fand den Schreibstil von Lesley Pearse ok, aber es hat mich nicht "umgehauen" da ich ein paar Sachen ein bisschen übertrieben fand. Warum sollte Mary alles sagen dürfen was sie denkt und anderen nicht? Sie wurde oft dargestellt als ein klein unschuldiges Engel, was nicht zu dem Rest der Geschichte passte. Und vor allem war das Ende der Geschichte so vorhersehbar, dass ich mir die 100 letzte Seiten hätte sparen können...


Meine Note: 12/20