Düngen – aber richtig

Düngen im Hausgarten

Alle Pflanzen benötigen zu ihrem Aufbau und Wachstum neben Licht, Wärme und Wasser auch noch verschiedene mineralische Nährelemente, Kohlendioxid und Sauerstoff. Sauerstoff und Kohlendioxid sind ausreichend vorhanden, die Wasserversorgung kann durch Gießen geregelt werden. Für eine optimale Nährstoffaufnahme muss die Pflanze über ein gutes, gesundes Wurzelwerk verfügen. Für eine optimale Versorgung mit  mineralischen Nährelementen muss gedüngt werden. Besonders Pflanzen, die lange am selben Platz wachsen, entziehen dem Boden fortlaufend Nährstoffe. Dieser Entzug wird durch Düngung ausgeglichen. Die Pflanze kann die mineralischen Nährstoffe nur in gelöster Form aufnehmen. Das bedeutet, dass organische Dünger erst in mineralische Form umgewandelt werden müssen, bevor ihn die Pflanze aufnehmen kann. Deshalb ist bei dieser Art der Düngung die Temperatur sehr wichtig, da die Bakterien, die diesen Umwandlungsprozess durchführen, erst bei Temperaturen über 10°C aktiv werden. Auch die Wurzeln können unterhalb dieser Temperatur keine Nährstoffe aufnehmen. Eine Düngung vor April ist daher in der Regel wenig sinnvoll. Außerdem gilt bei der Düngung das „Prinzip des Minimums“; was bedeutet, dass der Nährstoff, der am wenigsten verfügbar ist das Pflanzenwachstum regelt, selbst wenn andere Nährstoffe im Überfluss vorhanden sind. Von einseitiger Nährstoffgabe ist daher abzusehen. Es empfiehlt sich, einen ausgewogen  abgestimmten Volldünger mit Spurennährstoffen zu verwenden. Spezialdünger mit nur einem Element sind nur in speziellen Fällen einzusetzen. Die Aufnahme von bestimmten Nährstoffen ist auch vom pH-Wert (Säuregehalt) des Bodens abhängig. So wird z.B. Eisen und Magnesium bei hohem pH-Wert festgelegt. Das wird u.a. deutlich, wenn Rhododendren nicht mehr ausreichend saure Böden haben und beginnen gelbe Blätter zu bekommen. Ebenso bei Hortensien. Die Pflanzen bekommen nicht mehr das für das Blattgrün notwendige Eisen und Magnesium; die Folge sind gelbe Blätter und geschwächte Pflanzen.