Duftpflanzen

Von Astrid Kirchmeier @AKirchmeier

Düfte sind etwas ganz Besonderes, sie können beruhigend auf uns einwirken oder können längst vergessene Erinnerungen wieder zurückholen. Während meiner Floristenlaufbahn hatte ich immer wieder Kunden, die duftende Blüten oder Pflanzen verlangten, für sich selbst oder auch zum Verschenken an Blinde. Dem wurde Rechnung getragen, in den letzten Jahren wurde bei den Züchtungen, vorwiegend bei Rosen, immer mehr Wert auf duftende Blüten gelegt. Der Geruchssinn wirkt im Gegensatz zum Sehen und Hören, direkt und schnell.
Die schnelle Wirkung der Gerüche ist ein Relikt aus uralten Zeiten, als der Riechsinn signalisierte, ob etwas essbar oder ungenießbar warViele Kräuter wie Salbei, Katzenminze, Thymian, Majoran, Rosmarin, Bohenkraut und Duftgeranien duften erst, wenn sie berührt werden.

Die ätherischen Öle sind in ihren Blättern gespeichert und werden erst bei Berührung freigesetzt. Andere Blüten verströmen ihren Duft so überschwänglich, dass er schon von Weitem wahrgenommen werden kann. Flieder zum Beispiel, Jasmin oder Hyazinthen oder ­Soroccia. Wer mit seinem Platz nicht so verschwenderisch umgehen kann, sollte zumindest einige duftende Pflanzen im Sitzbereich ansiedeln. Denn was gibt es Schöneres als zum Feierabend in einem stillen Eckchen seinen Gedanken nachzuhängen und die betörenden Düfte zu genießen. Rosen, vor allem die alten resistenten Sorten, werden heute vermehrt angeboten, sie gehören auf jeden Fall in die Palette der Duftpflanzen.