Du bist nicht allein, Du wirst getragen!

Von Wernerbremen

Quelle: Helga und Gerd Steuer

Ihr Lieben,
heute Abend möchte ich Euch ein Gedicht von Margaret Fisback Powers zu lesen geben:
Ein Traum

„Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
 Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,

dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, Dir nachzufolgen,
da hast Du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.

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Warum hast Du mich allein gelassen,
als ich Dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe Dich und werde Dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo Du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich Dich getragen."
Ihr Lieben,

dieses Gedicht finde ich außerordentlich tröstlich.
Manchmal, wenn ich von meiner Tagearbeit und meinem sonstigen Engagement abends erschöpft bin, dann lese ich dieses Gedicht sehr gerne und dann weiß ich mich geborgen.

Mein Jugendfreund Hans-Christoph hat es so ausgedrückt:

„Bei allem, was wir tun, sind wir geborgen in Gottes Hand. Wir können darin umfallen, scheitern, Schwierigkeiten durchleben oder Leid erfahren.

Nur eines können wir nicht: Aus Gottes Handherausfallen.“

Diese Einsicht des damals 13-jährigen Hans-Christoph finde ich ganz wundervoll und tröstlich!

Aber auch denen, die es nicht vermögen, an einen Gott zu glauben, - eine Haltung, die ich anerkenne und respektiere -, vermag dieses Gedicht Trost mit auf den Weg zu geben.

Bei allen Schwierigkeiten, die uns das Leben erschweren, bei allem Krankheit und Not, die wir durchleiden müssen, bei aller Niedergeschlagenheit, die uns niederdrückt und allen Lasten, die wir tragen müssen, dürfen wir wissen, wir sind nicht allein. Es gibt Menschen an unserer Seite, unsere Lieben, unsere Kinder, unsere Freunde, die an unsere Seite stehen und bereit sind, uns zu helfen.
Sie möchten nur gebeten werden!
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch eine gute neue Woche voll Kraft und Zuversicht und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer heitere und zuversichtlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen