Du bist gut genug!

Du bist genug!

Du bist genug!

Jeder von uns kennt dieses Gefühl. Das Gefühl nicht gut genug zu sein. Es äußert sich in allen nur denkbaren Facetten. Vielleicht denkst du ab und zu mal, du wärst nicht selbstbewusst genug, nicht humorvoll genug, zu ernst, zu wenig erfolgreich oder zu unorganisiert. Vielleicht denkst du es gar nicht, vielleicht ständig.

Wie dem auch sei…

Würden wir alle möglichen Spielarten dieser negativen Gedanken aufschreiben, ich glaub es käme eine recht beachtliche Liste zustande.

Aus allen erfindlichen Gründen kritisieren wir laufend an uns herum und reden uns ein, wir müssten uns erst noch grundlegend weiter entwickeln oder bestimmte Ziele erreichen um wirklich mit uns selber ins Reine zu kommen. Um uns selbst mögen zu können und um von anderen gemocht zu werden.

Doch stimmt das wirklich?
 

Akzeptiere dich so, wie du bist!

Kommt ganz entscheidend auf unseren Blickwinkel an. Wieso entscheiden wir nicht einfach, uns so zu akzeptieren, wie wir sind?

Noch vor einigen Jahren fiel mir dies unglaublich schwer. Ich habe mich für Fehler mental manchmal wirklich brutal bestraft. Stundenlang habe ich gegrübelt, wieso das nun passiert ist, wieso ich nicht mal alles richtig machen kann.

Ich war nicht in der Lage, meine Schwächen zu akzeptieren. Ich konnte mich, so wie ich zu diesem Zeitpunkt war, nicht annehmen. Das hätte ich nur gekonnt, hätte ich meinem Idealbild von mir zu 100% entsprochen.

Vermeidungsverhalten

Ich brauch euch nicht zu sagen, dass das verheerende Auswirkungen auf mein Selbstwertgefühl hatte. Ich traute mir immer weniger zu, ging herausfordernden Situationen oft zielgerichtet aus dem Weg.

Noch heute spüre ich vor jeder Herausforderung einen starken Drang, mich aus dem Staub zu machen. Ich kann mein Gehirn richtig beim Rattern beobachten – es versucht verzweifelt irgendeine Möglichkeit zu finden, mich ungeschoren aus der Situation stehlen zu können. Ich kann euch ein Geheimnis verraten: Oft genug hat es damit immer noch Erfolg.

>> Lies hier mehr zum Thema Vermeidungsverhalten!

Aber auch das ist okay für mich. Die Mehrzahl der Herausforderungen nehme ich mittlerweile einfach an – und jetzt kommt das wichtige: Alleine dafür gebe ich mir schon mentalen Applaus. Egal was letztendlich dabei herauskommt! Aber ist das denn zielführend?

  • Klar haben wir noch nicht jedes Ziel erreicht.
  • Der Sportwagen steht auch noch nicht vor der Tür.
  • Immer noch fühlen wir uns in vielen Situationen unsicher.
  • Außerdem haben wir heute mal wieder nicht alles abarbeiten können, was auf unserer To-Do Liste steht.
  • Die hübsche Dame, die wir so attraktiv finden und die immer in der Uni sitzt haben wir auch noch nicht angesprochen, weil wir Schiss vor einer Abfuhr haben.

Aber macht uns das zu einem schlechten Menschen? Sind all diese Punkte ein Grund, uns selber nicht zu mögen und zu akzeptieren? Sollten wir deshalb fest davon überzeugt sein, dass auch andere Menschen uns ablehnend gegenüber stehen? Ich sage: NEIN!

Es ist doch so: Wir sind einfach ein Produkt unserer schlauen und auch nicht ganz so schlauen Entscheidungen in der Vergangenheit. Wie jeder weiß ist niemand in der Lage, die Vergangenheit zu verändern. Es bleibt uns also gar nichts anderes übrig, als sie zu akzeptieren. Wenn wir die Vergangenheit eben so akzeptieren müssen und wir gleichzeitig ein Produkt dieser Vergangenheit sind, dann bleibt uns ja logisch betrachtet nichts anderes übrig, als uns selbst auch zu akzeptieren.

Bingo!

Die richtige Balance finden

Ich meine klar, wir wollen uns weiterentwickeln, haben uns große Ziele im Leben gesetzt und sind motiviert und tatendurstig.


Ich denke der zentrale Punkt ist es, eine Balance zu finden zwischen Selbstakzeptanz und Selbstverwirklichung a.k.a Ziel erreichen.

Irgendwie entstehen Ziele ja auch dadurch, dass wir mit der momentanen Lebenssituation noch nicht komplett zufrieden sind. Wir wollen weiter, wir wollen etwas verändern.

Doch können wir die Situation in der wir uns gerade befinden, nicht einfach so annehmen? Können wir nicht sagen:

„Hey, ich bin ein Supertyp, ich mag mich selber absolut gerne, gerade weil ich so bin, wie ich bin UND arbeite gleichzeitig motiviert und konsequent an meiner Persönlichkeit und meinen Zielen“?

In der Vergangenheit haben wir nach unserem besten Wissen und Gewissen gehandelt. Wir wollten nur das Beste für uns. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan. Wenn es bis jetzt noch nicht gereicht hat, dann ist das ja kein Beinbruch. Von jetzt an geht es nämlich richtig los.

Also versteht mich nicht falsch. Es geht nicht darum, alles absolut spitze zu finden, was wir im Leben gemacht haben. Ebenso macht es keinen Sinn, sich selber für seine Unorganisiertheit, Ängstlichkeit oder Faulheit zu lieben.

Es geht darum, den Status Quo zu akzeptieren und von dort aus zu agieren. Ab jetzt kannst du es anders machen, von einem Fundament der Selbstakzeptanz aus. Auf zu neuen Ufern und rein in die Herausforderungen des Lebens.

Ein Prozess der Selbstannahme

Natürlich steckt hinter wirklicher Selbstakzeptanz und Selbstannahme mehr als nur die Entscheidung, uns von heute an so zu akzeptieren, wie wir sind. Es ist ein Prozess. Die Entscheidung gibt deinem Gehirn nur die nötige Richtung vor. Von nun an ist es geschärft für Situationen, in denen du dich für nicht gut genug abstempelst.

Je höher dein Maß an Selbsterkenntnis, desto eher bist du in der Lage, dein eigenes Verhalten zu erkennen und entsprechend zu handeln. Stück für Stück reflektierst du bestimmte Situationen und machst dir Gedanken.

  • Ist es wirklich so schlimm, dass ich beim Fußball nicht so gut spiele wie die anderen?
  • Wenn ich eher still und zurückhaltend in großen Gruppen bin, macht mich das zu einem schlechten Menschen?

Schritt für Schritt merkst du dann, dass es nur in deinem Kopf so ist. Wenn du dich und deine Schwächen so akzeptierst, wie du bist, dann nehmen dich andere Menschen auch so, wie du bist. Du verströmst dann nämlich trotz deiner Schüchternheit eine angenehme Aura.

Dann wollen Menschen dich näher kennenlernen. Dann öffnen sich dir andere Menschen.

Dann fängt das intensive, lebensfrohe Dasein erst so richtig an!

P.S. Mehr zu dem Thema findest du in dem Buch “Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls” von Nathaniel Branden. Unter dem Link findest du ein Review von mir.

Grüße

Tim

Photo by: Phil Marley Thanks !


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