Dritter Teil der Topographie des Terrors Ende August eröffnet - Geteilte Meinungen zur neuen Dauerausstellung

Dritter Teil der Topographie des Terrors Ende August eröffnet  - Geteilte Meinungen zur neuen Dauerausstellung

(Berlin, 6.9.2010) Großes Medieninteresse herrschte am 25. August im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ bei der Eröffnung der dritten Dauerausstellung „Berlin 1933-1945 – Zwischen Propaganda und Terror“. Alle großen Zeitungen sowie die Tagesschau berichteten über die neue Open-Air-Dokumentation in den Kellerfundamenten der ehemaligen Gestapo-Zentrale. Nach der Neueröffnung im Mai dieses Jahres steht den Besuchern neben dem neu errichteten Gebäude und einem Geländerundgang nun auch die neue Ausstellung in den Ausgrabungen offen. In fünf Kapiteln wird die historische Rolle Berlins als Hauptstadt des Dritten Reichs, von der „Welthauptstadt Germania“ bis zum „Schutthaufen bei Potsdam“ (Bertolt Brecht) thematisiert.
Einige Besucher betonen den „auf Sachlichkeit getrimmten“ (Märkische Allgemeine), „betont nüchternen Charakter“ (vorwärts) auf bedeutungsschwerem Grund. Lobend wird der Ausstellungskatalog mit vertiefenden Essays erwähnt. Die Berliner Zeitung bezeichnet die Ausstellung jedoch zu weiten Teilen als „misslungen“: Von der Vogel- werde beständig in die Froschperspektive gewechselt, Einzelschicksale nicht in die übergeordnete Berliner Politik eingegliedert. Städtische Besonderheiten kämen laut der Berliner Zeitung in dieser Ausstellung zu kurz, der Besucher wisse nicht, was Berlin jenseits der Rolle als Regierungssitz während der Nazizeit von Städten wie Köln oder Frankfurt unterscheide.
Gerade diese Betonung auf das Individuum hebt der Tagesspiegel hervor. Der Betrachter könne sich in Einzelschicksale vertiefen und begreifen, was die Politik bei einem einzelnen Menschen anrichte – negativ wie positiv. So wird von jüdischen „Greifern“, die mit der Gestapo zusammenarbeiteten, ebenso berichtet, wie von einer „Zigeunerfamilie“, die von den Nachbarn ihrer Kleingartensiedlung vor dem Konzentrationslager gerettet wird. Wie vom Tagesspiegel richtig bemerkt, bleibt damit auch die Erinnerung an die Nazizeit zweigeteilt – ein Kennzeichen, das laut des Historikers und hiesigen Ausstellungsberaters Peter Steinbach das wichtigste der Berliner Geschichte ist.
Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin, www.topographie.de. Täglich von 10 bis 20 Uhr zu besichtigen. Eintritt frei.

www.vergangenheitsverlag.de


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