"Drei Parteien und eine Meinung" - Die Grünen (2)

Die Nachkriegsgeneration wird aus Erzählungen mit Terror, Unterdrückung und Diktatur konfrontiert. Schon lange unterwarf man sich nicht mehr einen "Leitkultur", sondern man entwickelte seine eigene Kultur, oder auch "Gegenkultur".
Mit Hilfe der Gewerkschaften wollten StudentInnen die Gesellschaft verändern und Proteste standen auf der Tagesordnung.
SDS und die APO für eine neue Gesellschaft
Der Sozialistische Deutsche Studentenbund bildete den Kern des Widerstandes, jedoch dieser Widerstand stieß schnell auf Widerstand. Es kam immer wieder zu großen Außeinandersetzungen zwischen der Polizei und den StudentInnen. Parallel dazu kam es zu einer großen Koalition und die FDP saß als einzige Partei in der Opposition. Hinzuzufügen ist, dass die FDP eine ziemlich schwache Opposition bildete!
Schwache Opposition? Große Koalition? - "Wir regieren am Volk vorbei!"
Eine Außerparlamentarische Opposition bildete sich, um zum Beispiel den Notstandgesetzen und dem Bundeskanzler, alter NSDAP-Mitglied, Kurt-Georg Kiesinger die Stirn zu bieten. Wer sollte es denn sonst machen in einem Drei-Parteien-System? Im ersten Teil machte ich schon auf die Ignoranz der Parteien aufmerksam und die einzelnen Strömungen, die auf Widerstand aus der Politik stießen.
ApO kritisierte zunehmend das innen- und außenpolitische Agieren der Regierung, sah sich aber nicht in der Rolle eine eigene Partei zu gründen! Die großen Bewegungen schlossen sich also zuerst in der ApO zusammen.
Nehmen wir am System teil, um es zu ändern, so wird uns das System ändern! Die ApO.
Die Meinung der ApO wurde anfangs nicht hinterfragt, jedoch machten sich schon auf Kommunalebene "Umweltschutzparteien" sichtbar. So wurde aufgrund eines geplanten Baus eines Atomkraftwerkes in Grohnde aus einer Initiative eine Partei.
Am 11. Mai gründete sich die "Umweltschutzpartei", was man als entscheidenden Schritt innerhalb der Bewegungen sehen könnte.
Weitere UmweltschützerInnen folgen diesem Modell und so entstehen rasch sehr viele Listen.
Grüne Liste Umweltschutz
Die GLU wagt einen weiteren Schritt und tritt nicht nur bei den Kommunalwahlen in Hildesheim an, sondern fordert auch die etablierten Parteien bei den Landtagswahlen in Niedersachen heraus. Zwar kam es bei diesen Wahlen "nur" zu einem Ergebnis von 3,7 %, aber man sollte die Symbolkraft dieses Stimmenanteils nicht außer betracht lassen! Aufgrund der Prozentanzahl bekam die GLU ihre Wahlkampfkosten erstattet und weitere "grüne", "bunte", oder "alternative" Listen folgten dem Konzept einer Listengründung.
Eine Bewegung, die zu schwach ist ?
Die UmweltschützerInnen fanden als "einsame Kämpfer" in der Politik nicht genug Zustimmung, aber auch nicht die Listen von FriedensaktivistInnen, oder Anti-KapitalistInnen. Man trat auch in den Anfangszeiten vermehrt gegeneinander an, anstatt sich zu einer Kraft hinzubewegen. Bei den Europawahlen wendete sich das Blatt und es kam zu einer gemeinsamen Liste von den unterschiedlichsten Stömungen. Eine durchaus pluralistische Liste!
Bei dieser Wahl kam es zu einem Ergebnis von 3,9% für die gemeinsame Liste "Sonstige Politische Vereinigung/ Die Grünen". Erneut kommt es zu einer Auszahlung von Wahlkampfkosten und nun geschieht, was eigentlich schon längst kommen musste:
Die Geburt der Partei "Die Grünen"
Wir schreiben das Jahr 1980, es ist ein kalter Januar Tag, wir befinden uns in Karlsruhe, denn heute soll eine Satzung beschlossen werden, die die SVP und Die Grünen zu einer Partei vereinigen soll! Etwa 1000 Delegierte möchten eine neue Aufgabe annehmen....

Wie wollen die Grünen werden? Wie sah die Satzung aus? Wie leistet man weiterhin Widerstand, ohne die WählerInnen abzuschrecken? Kümmerte man sich überhaupt um konservative Stimmen? Im nächsten Artikel beschäftige ich mich ausschließlich mit dem Parteitag in Karlsruhe, im Jahre 1980!

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