Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt

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Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt

7Animation

Mit dem neuesten Leinwandabenteuer der Drachenreiter von Berk heben Regisseur Dean De Blois und sein Team die Animationskunst auf ein neues Level und setzen einen rührenden Schlusspunkt hinter eine außergewöhnliche Trilogie.

Ein Jahr nach den Ereignissen aus dem zweiten Teil ist Hicks (Jay Baruchel) in die großen Fußstapfen seines verstorbenen Vaters Haudrauf (Gerard Butler) getreten, um fortan mit Hilfe seines geliebten Drachen Ohnezahn, seiner Freundin Astrid (America Ferrera) seiner Mutter Valka (Cate Blanchett) und den restlichen Gefährten über das Wikingerdorf zu wachen. Der fortschrittliche Lebensstil von Echsen und Menschen sorgt allerdings für neue Probleme, da die Sippe inzwischen etliche Artgenossen ihrer geflügelten Reittiere aus der Gefangenschaft befreien konnte und kaum noch Platz zur Verfügung steht. Unglücklicherweise taucht auch noch ein finsterer Drachenjäger namens Grimmel (F. Murray Abraham) auf, der alle Drachen aus Berk unschädlich machen und damit die gewohnte Rangordnung wieder herstellen will.

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Nach zwei gelungenen Filmen und einer fünfjährigen Produktionszeit konnte man mit dementsprechender Vorfreude auf den geplanten Abschluss der Reihe blicken. Umso bedauerlicher, dass die erzählte Geschichte im Vergleich recht generisch ausgefallen ist und erneut bekannte Versatzstücke aus dem zweiten Teil aufgreift. Während Hicks ein weiteres Mal mit seiner Rolle als Anführer hadert und die Schwelle zum Erwachsensein überschreiten muss, um einen mystischen Ort zu finden, wird auch die Bindung zu seinem besten Freund in Form von aufkeimender Liebe für eine graziöse Tagschatten-Dame auf eine harte Probe gestellt. Leider geht DeBlois mit Ohnezahns weiblichem Gegenstück kein Risiko ein und macht aus der Figur über weite Strecken ein konventionelles Objekt der Begierde. Die putzigen Annäherungsversuche zwischen den beiden Drachen sind wiederum mit viel Liebe zum Detail und der richtigen Portion Humor umgesetzt worden. Des Weiteren orientiert sich die Charakterisierung des Bösewichts sehr stark am Vorgänger. Ganz im Sinne eines Sequels muss der Einsatz erhöht werden und somit unterjocht Grimmel die Drachen nicht bloß, sondern trachtet ihnen nach dem Leben und hat dabei nicht einmal eine sonderlich ausgefeilte Motivation zu bieten. In den letzten Minuten kreiert das Finale dann doch noch jene magischen Gänsehautmomente, die über alle genannten Schwächen hinwegtrösten und dieser Reihe ein würdiges Ende bescheren.

Mit der visuellen Inszenierung übertrumpft sich DreamWorks abermals selbst und erschafft den wohl bis dato schönsten Animationsfilm der Filmgeschichte. Noch nie konnte man so viele Drachen auf einmal bestaunen, was vor allem in den atemberaubenden Totalen verdeutlicht wird. Durch den Einsatz des neuen Rendering-Programms Moonray und der Assistenz des oscarprämierten Kameramanns Roger Deakins setzt das Werk mit einer äußerst realitätsnahen Lichtsetzung neue Standards, wovon auch die actiongetriebenen Momente mit ihren rasanten Kamerafahrten und Plansequenzen merklich profitieren. Bis auf T.J. Miller, der wegen medialen Ausrutschern nicht mehr am Projekt beteiligt ist, sind alle weiteren Stammkräfte wieder mit an Bord und verleihen ihren Figuren durch die gewohnt hochwertige Synchronisation den unverkennbaren Charme.

Das dritte Kapitel der Drachenzähmen-Reihe ist aufgrund erzählerischer Repetition zwar der schwächste Teil, überzeugt aber mit seinem unvergleichlichen audiovisuellen Glanz, den liebgewonnen Charakteren und einem emotionalen Finale, das dieser ganz besonderen Filmreihe und dem Animationsfilm als Genre ein Denkmal setzt.

Regie und Drehbuch: Dean DeBlois, basierend auf dem Roman von Cressida Cowell, Synchronsprecher (Original): Jay Baruchel, America Ferrera, F. Murray Abraham, Gerard Butler, Cate Blanchett, Kit Harington, Craig Ferguson, Jonah Hill, Kristen Wiig, Lauflänge: 104 Minuten, Kinostart: 07.02.2019

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Autor

Benjamin Höfler

 

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