Donnerstag. Wunder der Natur, ein Käsedialog, wie Jesus mich erschreckt hat und die Frage, wo wir sind. Teil 1-3 von 3.

OK. Neuer Tag, neues Glück. Das Wetter scheint eher so halbstabil zu sein, deshalb überlegen wir, heute mal NICHT auf eine Alm gehen zu wollen.
Stattdessen kommt mir DIE Idee: “Schatz, wie wäre es, wenn wir die Sippschaft fragen, ob sie am Freitag das Kleinste nehmen? Wir wollen da ja Samstag sowieso auf einen Besuch mit Übernachtung rumkommen, das trifft sich doch ganz gut!”
Herr L. überlegt kurz und nickt dann begeistert. “Mal ehrlich Schatz”, erklärt er mir, “wenn wir wirklich noch auf diese Alm wollen, ist es eh besser, wenn wir nur zwei Kinder mithaben! Und den Buggy nehmen wir dann trotzdem mit, falls das Mittlere nicht mehr kann!”

Wie lange mein Physikunterricht wohl her ist?
Also: Was ist wohl anstrengender: Ein Kind den Berg hoch TRAGEN oder im Buggy SCHIEBEN? Das getragene Kind will grade im 90 Grad-Winkel runter, Schwerkraft nennt sich das. Gleichzeitig ist der Schwerpunkt hinten, logisch, weil bergauf. Soll heißen: Das Kind zieht nach hinten UND nach unten.
Wenn man es schiebt, kann es schwerkraftsmäßig nach Unten ziehen, wie es will, das macht nichts, weil es ja schon fast am Boden ist. Das sind also geringe Kräfte, die da wirken. Nach Hinten zieht es natürlich dennoch, selbstredend, insgesamt also auch nach Hinten-Unten, allerdings deutlich weniger da geringere Höhe. Dagegen wirkt, dass der Buggy dummerweise Räder hat und die können bekanntlich rollen. Trotzdem, äh, müsste der Buggy die klügere Wahl sein.
-> Haben wir hier schlaue Physiker oder Schüler, die mich jetzt auslachen korrigieren werden? ;-)

Was aber auf jeden Fall besser ist, ist ein müdes Kind bergab zu rollen, statt zu tragen, also ist es beschlossene Sache! :-)

Ein Telefonat mit der Verwandtschaft aka “die Sippschaft” und die Sache steht: Wir werden morgen Früh das Kleinste dahin bringen – es ist nicht weit – und dann am Samstag nach dem Auschecken nachkommen. Dann einen Tag dort verbringen und am Sonntag dann die Heimreise antreten. Ich freue mich wie Bolle und Knorke: Endlich bekomme ich meinen Lieblingscousin mal wieder zu Gesicht, *STRAHL*

So. Nu aber los hier. Ab nach Deutschland geht es, ha und hallo! :-)
Und zwar in ein Schmetterlingshaus. Ich liiiiebe Schmetterlinge. Jaaaaa. Und weil ich Euch noch so gar nicht mit groß mit Urlaubsfotos genervt habe, hier ein paar aus dem Schmetterlingshaus:

Tarnung ist alles

Der selbe von der Seite (Innen sind die Flügel übrigens smaragdsaphirblau):
-> Na, findet Ihr den zweiten Schmetterling im Bild? Zu dem später noch zwei Bilder …

Wahnsinn

Noch mehr als die riesigen, exotischen Schönheiten haben mich diese Wunder der Natur beeindruckt:

Guckst Du durch 1

Guckst Du durch 2

Guckst Du durch 3

Hier jetzt der eben gesuchte Tarnmeister – Na, wo isser denn?

Wo ist der Schmetterling

Hier derselbe an einer Scheibe:

Geniales Teil

Ist das genial oder was?
Allerdings komme ich immer noch nicht über diese waaaaahnsinnige Transparenz der anderen Schmetterlinge drüber weg, guckt mal:

Hier isser wieder

Ich komm nicht klar auf diese Transparenz

Man beachte den Schmetterling ganz vorne, der so schnell mit den fast ganz transparenten Flügeln schlägt, dass er fast wie ein flüggelloses EkelVieh aussieht:

Staunen 1

Und nochmal: Diese Transparenz! Wahnsinn!!!!

Staunen 2Staunen 3

Dann zurück nach Österreich (Huhu, da sind wir wieder! :-) ) und dann … GEHEN WIR ESSEN!!!!
Jaaa, wir haben es tatsächlich geschafft: Wir sind in einer Pizzeria, in der ich eine phantastische Lasagne genieße!
Allen schmeckt es, die Kinder haben nichts zerstört, alles feini und wunderbar, *strahl*

Anschließend besuchen wir eine Burg. Größtes und Mittleres werden nach Abschluß einer sehr interessanten Museums-Ralley zu Rittern geschlagen und wir haben alle viel Spaß. Und bevor einer, der sich auskennt, fragt: Nein, wir gehen NICHT auf der Hängebrücke, ich bin doch nicht irre!!!!!!

Neben einem ganz tollen Spielplatz und einer komplett interessanten Anlage gibt es da auch eine Kapelle. Zugegeben, im Inneren war ein geschlossenes Gitter zwischen Hauptschiff und Altarraum, aber erschreckt habe ich mich trotzdem:

In der Kapelle

Ansichtsache, ich geb`s ja zu. Aber ich mag diese … eher schmerzhaften Bildnisse nicht besonders gern. Lieber etwas Liebevolles, Glückliches, voller Güte. Wie sollte man sonst die Liebe sehen können?

Danach sind wir dann alle ziemlich kaputt. Aber auch froh, so viel gesehen zu haben und so viel “rumgekommen” zu sein. Da ein Wellnessurlaub eh (noch) nicht drin ist, bleibt ja nur die Erlebnnisreise, *lach*
Auf dem Rückweg halten wir dann noch beim Supermarkt. Schön lecker Schlumpfsuppe (!) für die Kinder (guckt nicht so, das haben die sich ausgesucht!) und ich ab zur Wurst- und Käsetheke, was für Herrn L. und mich zum Abendessen holen – nochmal Butterbrot und ich drehe durch!!!!
EIGENTLICH  hätte ich ja voll Bock auf Ofenkäse (*sabberlechzwinsel*), aber irgendwie ist hier keiner, die Sau!

Also hole ich lecker Leberkäsch mit leckeren Wiener Senfsorten (Zwiebel und Chili) für Herrn L. und lecker Käse für mich. Und das geht so:

Ich zu so einem süßen Thekenmadel mit Schürzchen und Halstüchlein: “Ja, ich bräuchte dann noch was von der Käsetheke!”
Thekenschnuckelchen: “Ja gerne dochhhhhhhh!”
Ich: “Hm. Also ich bräuchte einen Käse für den Backofen!”
Thekenschnuckelchen: “Einen Käsche fürrrrr den Backowen?”
Ich: “Jap!”
Thekenschnuckelchen: “Se mein oinen, der zerrrrinnt?”
Ich: “Äh … der was macht?”
Thekenschnuckelchen: “Na, deoa zerrrrinnt!”
Ich: “Ja genau, der zerrinnt!”
Thekenschnuckelchen: “Na, der Goooouuuuda, der zerrrrinnt!”
Ich: “Hmpf”
Thekenschnuckelchen: “Na, der Tilsiterrrrr der zerrrrinnt!”
Ich: “Hmpf”
Thekenschnuckelchen: “Na, der Rakkkklätt-Käsche, der zerrrrinnt!”
Ich: “Hm. Ja, der sieht doch gut aus!”
Thekenschnuckelchen: “Aberrrr gerne doch!”
(Nimmt den Käse, geht damit zur Schneidemaschine)
Thekenschnuckelchen: “Darfsch a bisserl dicka g`schnidde sein?”
Ich: “Äh … tschuldigung, was?”
Thekenschnuckelchen: “Darfsch a bischen dicka g`schnitte sein der Käsch? Füre Ofn?”
Ich: “Dicker geschnitten? Äh, nein! Ein Stück bitte!”
Thekenschnuckelchen: “Oi Stück?”
Ich: “Ein Stück!”
(Thekenschnuckelchen kommt mit dem Käsch und dem Käschmesser zurück zu mir)
Thekenschnuckelchen: “Da schauns, so a dickes Stückl?”
Ich: “Jo, gerne noch ein bisschen mehr!”
Thekenschnuckelchen: “Ahai?”
Ich: “Ja, genau so, danke!”
Thekenschnuckelchen: “Oi Stückerl Käsche also!?”
Ich: “Jap”
Thekenschnuckelchen: “Zum Überrrrbacken? Im Ofn? Ein Stückerl Käsch?”
Ich: “Jap. Aber nix mit überbacken, *lach*. Das kommt dann in ein Schälchen, der Käse, und dann in den Ofen und dann mal gucken, was passiert, *strahl*, und dann esse ich das so! Eventuelle noch ein Stück Brot dabei … feine Sache das!”
Thekenschnuckelchen: ” …  mit Driohundertfuffzisch Gramm Käsch?” und -> Entsetzen

… ich glaub, die hält mich jetzt für ganz arg barbarisch, *räusper*
Liebes Thekenschnuckelchen, falls Du das hier liest: Ich bin gar nicht so schrecklich, ehrlich! *Strahl*
Und sorry, falls ich Dich erschreckt habe … Aber immerhin kannst Du jetzt rumerzählen, Königin Molly i.S. getroffen zu haben, das ist doch auch schonmal was! ;-)

Daheim machen wir es uns dann bequem, noch ein bisschen rumschnuffeln, Fernseh gucken, rumgammeln, (Mails und Blog stiezen ist nicht, weil das Internet grade irgendwie nicht geht), bevor es Essen gibt.
Da wird mir auf einmal schlecht.
Bauchweh.
Bauchkrämpfe.
Übelkeit.
Ahrg? Ahrg!: Was ist denn jetzt schon wieder?
Die üblichen Verdächtigen (Periode, Durchfall) scheiden aus. Mir ist einfach nur schwummerig irgendwie mit fiesem Bauchweh. Was Falsches gegessen? Ach Mann … Herr L. packt die Kinder ein und will mir (NATÜRLICH nicht mitgenommen!) Ibero.Besucher oder sonst so`n Zeug aus der Apotheke besorgen. Wo eine ist, wissen wir nicht: Können ja nicht guggeln, weil`s Internet grad spinnt bzw. wir das WLAN gar nicht mehr finden, weder mit Handys, noch mit Laptop. Und NATÜRLICH sind unsere Vermieter grad nicht da! Man kommt sich schon ein wenig hilflos vor, wenn einem plötzlich die sagenhafte Technologie Internet verwehrt bleibt …

Egal. Ich lege mich ins Bett und versuche, mich zu entspannen, Herr L. fährt mit den Kindern los. Nächste Anlaufstelle: Supermarkt, Zwieback und Tee kaufen. Da fragt er nach, wo denn hier eine Apotheke ist.
Antwort: “Gibt es hier nicht!”
Herr L.: “Ahö?”
Nette Supermarktdame an der Kasse: “Hier in der Gegend gibt es keine Apotheken!”
Herr L.: “Äh … und wo bekomme ich dann Medizin her????”
Andere Dame (erkennt den Deutschländer): “Na, hier in der Gegend haben die Hausärzte ihre eigene kleine Apotheke mit in der Praxis drin, der gibt Ihnen dann was raus!”
Herr L.: “Äh, und wo finde ich einen Arzt?”
Herr, der auch in der Schlange steht: “Na, heute findense da keinen mehr, die haben alle schon zu!”

WO SIND WIR HIER EIGENTLICH GELANDET?????
-> Ich weise an dieser Stelle einmal freundlichst darauf hin, dass es zu diesem Zeitpunkt Donnerstag, ca. 16:45 Uhr ist – was ist denn das hier für eine Wildnis????

Und da ich nicht so lange allein bleiben will Herr L. nicht den weiten Weg zur nächsten “Zivilisation” fahren will, wo die nächste Apotheke gelegen ist, verbringe ich den Rest des Tages so im Bett. Ohne Wein und ohne Käse, dafür mit ein ganz bisschen Zwieback in einer Kelle voll Schlumpfsuppe und einer Tasse Kamillentee.

Immerhin kann Herr L. später noch die Vermieter bei der Heimkehr abfangen und das Internet funzt nach Neustarten des Routers (ca. 21:15 Uhr) endlich wieder.

Und inmitten von Kinderlachen, kleinen Käsefüßen und Küssen von Herrn L. an den verschiedensten Orten und vor den schönsten Kulissen muss ich sagen: Mir mag kotzübel sein, aber es ist der schönste Tag von allen, *strahl*
Jetzt aber aus mit dem Laptop, Schluß für Heute. Lachen, küssen und schlafen ist immerhin die beste Medizin. Also kümmere ich mich jetzt noch um Medikament Nr. 3! :-)

Eure Molly, immernoch im Urlaub.


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