Donnergrollen

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Die Haustür war noch nicht ganz ins Schloss gefallen, als ein leises Donnergrollen an mein Ohr drang. Ein Gewitter, dachte ich, wie nett. Eine Viertel Stunde später goss es wie aus Kübeln, es blitzte und rumpelte nur so vor sich hin. Kinderaugen starrten ein wenig eingeschüchtert aus Küchen- und Badefenster, angespannt den nächsten Blitz und den nächsten Donner abwartend.

Wir reagieren alle unterschiedlich auf Gewitter, was sicherlich vom Härtegrad und der Situation abhängig ist. Ich erinnere mich an ein nicht enden wollendes Unwetter im vergangenen Jahr. Wir, als 4,5-köpfige Familie draußen in einem Tipi-Zelt, unmittelbar neben unserer Wwoofing-Station im Südosten Norwegens. Das war auch für mich ein wenig zu spannend. Im Fjäll, auf dem Meer, unterwegs mit dem Fahrrad, beim Bergwandern in den Alpen… Momente in denen man kein Gewitter braucht.

Aber zu Hause, wenn man dem Unwetter aus einem gesicherten Bereich zuschauen kann. Oder nachts, aufgeweckt von einem empörten Himmel, der droht uns allen auf den Kopf zu fallen. Dann genieße ich das Gewitter. Plötzlich gibt es einen naturgewaltigen Grund das Tempo rauszunehmen und zu lauschen, zu beobachten. Alles andere nach hinten zu stellen. Ein simpler, nicht lange andauernder Cut.

Viel zu selten nehme ich mir die Zeit, um genau das zu tun: Innezuhalten und einen aufgebrachten Moment Moment sein und vorüberziehen zu lassen. Ich hoffe auf ein paar weitere Donnerschläge in den nächsten Tagen 😉


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