"Don't Tell it in Gath... Dig it!"

Mit diesem Wortspiel (frei nach 2Sam 1,20), das im letzten Jahr das T-Shirt der Grabungskampagne zierte, gruesse ich euch hiermit heftigst aus dem Kibbuz Revadim in Israel!
Heute ist Tag 3 auf dem Tell und Tag 2 der eigentlich Grabung, bei der bislang neben einigen Skorpionen und - das war ziemlich ueberraschend - einer Babyschildkroete vor allem etliche Tonscherben gefunden wurden. Das allerdings ist bei weitem nicht so aufregend, wie es voraussichtlich noch werden wird, da wir gestern im Wesentlichen damit beschaeftigt waren die einzelnen Grabungsquadrate (siehe unten) von erosierter Erde, Pflanzen u.a. zu saeubern und heute einige neue "Squares" eroeffnet haben. Hierbei muss natuerlich zunaechst einmal die Grasnarbe entfernt werden, was wiederum recht zeitaufwaendig ist. Besonders gluecklich ist hingegen der Umstand, dass ich in "Area D", ca. 150 m jenseits des eigentlichen Tells, auf dem sich in der Eisen- also der Philisterzeit die Oberstadt befand, graben darf. Dieses Areal war naemlich vermutlich zu keiner anderen Zeit, jedenfalls nicht mehr nach der Eisenzeit, besiedelt, was bedeutet, dass man nur knapp 20 cm unterhalb der Erdoberflaeche auf ein sog. "Destruction Level" stoesst, dass die zerstoerten und teilweise verbrannten Ueberreste der Unterstadt birgt. Diese Zerstoerung wiederum laesst sich auf die in 2Koen 12,17 beschriebene Eroberung Gaths durch Hasael von Damaskus zurueck fuehren. So dramatisch dieses Ereignis auch gewesen sein mag, hat es fuer uns doch einen Vorteil: aehnlich wie im Falle Pompejis hatten auch hier die Menschen keine Moeglichkeit, ihr Hab und Gut vor dem Ereignis in Sicherheit zu bringen, was uns, rund zweieinhalbtausend Jahre spaeter, die Moeglichkeit gibt, dieses im damaligen Zustand wieder auszugraben.
Einige Artefakte, die schon ausgegraben sind, werden wir uns heute Abend anhand eines rekonstruierten Philisterdorfes vor Augen fuehren (lassen). Und anschliessend steht noch eine Vorlesung zum Thema "Did David really kill Goliath of Gath?" auf dem Programm, auf dessen Inhalt und Resultat ich schon sehr gespannt bin.
Mehr ueber Funde, meinen voraussichtlichen Aufenthalt in Jerusalem am Wochenende, die deutsch-spanische (Fussball-) Freundschaft vor Ort, australische Gepflogenheiten und die Besonderheiten der hebraeischen Sprache in den naechsten Tagen...
Bis dahin...
Schalom!

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